Die Vorteile der Geldanlage mit ETFs

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Es gibt viele Gründe Exchange Traded Funds in den Mittelpunkt Ihrer Anlagestrategie zu stellen, insbesondere wenn Sie deren Stärken mit den Anlagealternativen vergleichen.

Die Vorteile der Geldanlage mit ETFs Exchange Traded Funds (ETFs) feiern in Europa diese Tage ihr 15 jähriges Bestehen. In dieser kurzen Zeit haben sie sich zu einem beliebten Anlageinstrument unter institutionellen Anlegern, aber auch Privatanlegern entwickelt.
 
Die Anzahl der börsengehandelten ETFs in Europa ist regelrecht in die Höhe geschnellt. Heute zählt man hier rund 1.400 ETFs. Ende Januar 2015 lag das Anlagevermögen in diesen Fonds bereits über 420.000.000.000 Euro.
 

Verwaltetes Vermögen in ETFs in Europa (in Mrd. Euro)

Verwaltes Vermögen in ETFs in Europa
Quelle: Deutsche Bank European Monthly ETF Market Review, Februar 2015, Angaben in Euro, *2015 nur Januar

Es ist nicht schwer zu erkennen, warum diese innovativen Fonds Anlagevermögen von aktiven Fondsmanagern gewonnen haben und sich als gute Alternative zum Kauf von Einzelaktien etablieren.
 
Exchange Traded Funds sind:

Einfach – Sie können wie eine Aktie gekauft und verkauft werden.
 
Transparent – ETFs bilden, die Wertentwicklung des verfolgten Index nach. So wissen Sie jederzeit in was Sie investieren. Die Entwicklung des ETFs sollte sehr ähnlich zum Index (nach Kosten und Tracking Error) sein. Die Indexzusammensetzung wird regelmäßig veröffentlicht.
 
Flexibel – Mit ETFs können Sie weltweit investieren - in den gesamten Aktienmarkt, auf bestimmte Sektoren, Länder oder verschiedene Themen. ETFs sind handelbare Marktsegmente.
 
Werfen wir einen Blick auf die Vorteile im Detail.
 
Leicht handelbar - ETFs kaufen Sie einfach wie eine Aktie kostengünstig bei einem Online Broker.
 
Liquidität - ETFs können jederzeit während der üblichen Börsenöffnungszeiten gehandelt werden, im Gegensatz zu klassischen Fonds, die nur einmal täglich handelbar sind.
 
Billig im Unterhalt - Die jährlichen Managementgebühren sind wesentlich günstiger im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds (von denen die meisten nicht den Markt schlagen und damit sich schlechter als der vergleichbare ETF entwickeln).
 
Einfach zu verstehen – Die Auswahl von Einzelaktien überlassen Sie am besten den Profis, aber auch für die Auswahl eines aktiven Fondsmanagers kann man einen hohen Aufwand betreiben - und Sie sind sich am Ende immer noch nicht sicher, ob der Manager wirklich sein Geld wert ist. Im Gegensatz dazu zielen ETFs darauf ab, einen Marktindex genau nachzubilden.
 
Breiter Anwendungsbereich – In Deutschland sind heute über 1.000 ETFs börsennotiert, so dass Sie in viele Länder, Regionen, Branchen und Anlageklassen investieren können. Mit ETFs steht Ihnen also das gesamte Investmentuniversum offen!
 
Diversifikation – Mit dem Kauf eines ETFs investieren Sie direkt in Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende von Wertpapieren. Es ist ein guter Weg, um ein sehr breit gestreutes Portfolio mit verschiedenen Anlageklassen zu erhalten.
 
Viele sind eine passive Einkommensquelle - Es gibt viele ETFs, die Erträge aus ihrem Bestand an Aktien, Anleihen oder Immobilien als regelmäßige Dividende auszahlen. So können Sie mit wenig Aufwand ein Ertragsdepot mit ETFs aufbauen. Und niedrigere Kosten bedeuten mehr Einkommen für Sie.

Leichte Vergleichbarkeit – Oft finden Sie mehrere ETFs auf den gleichen Index. Sie profitieren vom hohen Wettbewerb und können Kosten, Risiken und Renditemerkmale verschiedener ETFs 1 zu 1 vergleichen.
 
Sparplanfähig – Viele ETFs sind bei Online Brokern auch als monatlicher Sparplan verfügbar. Mit Aktionsangeboten können Sie vielfach sogar komplett ohne Ordergebühren und Depotgebühren monatlich ansparen. Somit sind ETFs perfekte Bausteine für die private Altersvorsorge.
 
 
 

Sind ETFs immer die richtige Wahl?

ETFs sind in den meisten Fällen die richtige Wahl, aber es gibt auch Zeiten, in denen andere Alternativen berücksichtigt werden sollten.
 
Bargeld - Wenn Sie Bargeld halten möchten, kann es besser sein, dies mit einem Tagesgeldkonto umzusetzen und nicht mit einem Geldmarkt-ETF. So sparen Sie sich die Handelskosten.
 
Versuchung zu spekulieren - Viele Händler (einschließlich Hedgefonds) verwenden ETFs. Allerdings sollten wir anerkennen, dass häufige Transaktionen im Depot ein zweischneidiges Schwert sein können, mit steigenden Kosten und potenziell reduziertem Renditepotential.
 
Nicht immer billiger – Wer ein großes Vermögen besitzt, fährt ggf. bei Indizes mit 15 bis 30 Aktien günstiger wenn er diese direkt hält. Die Kosten für ETFs werden aber zunehmend günstiger, so dass dies auch für größere Vermögen immer unattraktiver werden dürfte. Aktuell liegen die laufenden Kosten für den günstigsten Dax ETF bei  0,08 Prozent pro Jahr. Das sind 80 Cent für 1.000 Euro verwaltetes Vermögen.
 
Bestimmte ETFs können sehr riskant sein - Unabhängig von der Anlageklasse, haben gehebelte und Short-ETFs weitere Risiken. So sollten Sie vor dem Kauf die Funktionsweise genau verstehen, um deren Entwicklung in unterschiedlichen Marktsituationen besser einschätzen zu können.
 
Illiquidität - Während die meisten ETFs  sehr liquide und gut handelbar sind, ist es möglich, dass einige kleine oder sehr spezielle ETFs selten gehandelt werden. Dies kann zu einer größeren Geld-Briefspanne führen. Ein entsprechender aktiver Investmentfonds könnte in diesem Fall eine bessere Alternative sein.
 
Keine Outperformance - ETFs haben zum Ziel, den abzubildenden Index genau nachzubilden. Es ist also möglich, dass die Wertentwicklung eines aktiven Fondsmanagers besser sein könnte, jedoch haben zahlreiche Studien gezeigt, dass nur wenige langfristig den Markt und damit den Index schlagen.

 

Der entscheidende Vorteil

Die steigende Popularität von ETFs ist kein Zufall. Die meisten Privatanleger werden feststellen, dass ein ETF Portfolio allen ihren Bedürfnissen gerecht wird, egal ob sie Vermögen aufbauen oder laufende Erträge aus dem Depot generieren möchten.
 
Natürlich müssen Sie sich zu Beginn etwas mit dem Thema beschäftigen. Wir bieten Ihnen Strategievorlagen und Suchwerkzeuge, um sich Ihre individuelle ETF Strategie zusammenzustellen und selbst zu managen.