Tops und Flops im turbulenten Börsenjahr 2015

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Während der ersten vier Monate des Jahres 2015 befanden sich die meisten Aktienmärkte im Rallyemodus. Anschließend sind die Kurse weltweit zunächst leicht gefallen und im August massiv eingebrochen. Nach dem Crash haben sich die Aktienmärkte in den Industrienationen stärker erholt als in den Schwellenländern.

Tops und Flops im turbulenten Börsenjahr 2015 Viele Anleger waren während der ersten vier Monate des Jahres 2015 euphorisch und haben deshalb kräftig in Aktien investiert. Dadurch wurden die Kurse deutlich nach oben getrieben. Besonders fulminant verlief die Rallye am deutschen Aktienmarkt: Der DAX ist von Jahresbeginn bis zum 10. April um mehr als 26 Prozent auf ein Allzeithoch bei 12.374,73 Punkten gestiegen. Zum Jahresende notiert der deutsche Leitindex jedoch bei 10.743-Punkten und somit nur noch circa zehn Prozent über dem Ende 2014 erreichten Niveau (9.805 Punkte).

 

MSCI World glänzt mit besserer Performance als der MSCI Emerging Markets

Der MSCI World, der die Entwicklung der Aktienmärkte von 23 Industriestaaten abbildet, ist seit Jahresanfang um 0,9 Prozent gefallen. Und der MSCI Emerging Markets, der Aktien von mehr als 800 in Schwellenländern ansässigen Unternehmen enthält, ist sogar um 15 Prozent abgerutscht. Allerdings mussten Anleger, die mit einem ETF auf den MSCI Emerging Markets gesetzt haben, lediglich einen Verlust von 5,9 Prozent hinnehmen. Zurückzuführen ist dies auf positive Währungseffekte – sie sind auch der Grund dafür, dass mit einem ETF auf den MSCI World seit Anfang 2015 eine Rendite von 11,5 Prozent erzielt werden konnte. Bei diesen und den folgenden Performanceangaben wird davon ausgegangen, dass ein in der Euro-Zone lebender Anleger in den größten und nicht währungsgesicherten ETF investiert hat, der die Entwicklung des jeweiligen Aktienindexes abbildet.
 

Turbulentes Börsenjahr 2015: MSCI World, MSCI Emerging Markets und DAX

Entwicklung des MSCI World, MSCI Emerging Markets und Dax in 2015
Quelle: justETF.com; Stand: 31.12.15; Angaben in EUR basierend auf dem größten ETF des jeweiligen Index.
 

Fast alle Schwellenländer-ETFs bescherten Anlegern Verluste

Auf Länderebene waren 2015 ETFs auf die Industriestaaten Japan (+20,9 Prozent), Italien (+15,7 Prozent) und USA (+14,0 Prozent) die drei Top-Performer. Leider bescherten fast alle Schwellenländer-ETFs Anlegern Verluste. Besonders schlecht entwickelten sich Produkte auf Brasilien (-33,0 Prozent), Griechenland (-31,0 Prozent) und die Türkei (-22,0 Prozent). Mit ETFs auf Russland (+6,5 Prozent), Bangladesch (+3,5 Prozent) und Südkorea (+2,8 Prozent) konnten immerhin geringe Gewinne erzielt werden.
 

Top und Flop Länder-ETFs in 2015

Top und Flop Länder-ETFs in 2015
Quelle: justETF.com; Stand: 31.12.15; Angaben in EUR basierend auf dem größten ETF des jeweiligen Index.
 

Aktien europäischer Basiskonsumgüterhersteller entwickelten sich erfreulich

Die ersten drei Plätze im Ranking der europaweit investierenden Branchen-ETFs belegen 2015 Produkte auf die Bereiche Basiskonsumgüter (+21,2 Prozent), Versicherungen (+19,3 Prozent) und Gesundheitswesen (+18,4 Prozent). Auf den letzten drei Plätzen befinden sich Produkte auf die Sektoren Grundstoffe (-30,4 Prozent), Energie (-1,8 Prozent) und Banken (+0,2 Prozent).
 

Europäische Branchen-ETFs in 2015 (auf Monatsbasis)

Europäische Branchen-ETFs in 2015
Quelle: justETF.com; Stand: 31.12.15; Angaben in EUR basierend auf dem größten ETF des jeweiligen Index.