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Aktien oder ETFs?

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Für viele stellt sich die Frage: ETFs oder doch lieber Einzelaktien? Wir machen den Vergleich

Aktien oder ETFs?
 
  • Level: Für Anfänger
  • Lesedauer: 5 Minuten
Das erwartet dich in diesem Artikel

In Aktien investieren – diese 4 Möglichkeiten gibt es

Grundsätzlich gibt es für Anlegerinnen und Anleger vier verschiedene Möglichkeiten, um in Aktien zu investieren:
  1. Direktinvestition in Einzelaktien
  2. Investition mittels aktiver Aktienfonds
  3. Aktieninvestition über ETFs
  4. oder eine Mischung aus den drei genannten Alternativen
Welche Variante du lieber nicht verfolgen solltest und wann Einzelaktien einen Blick wert sein könnten …
Nicht tiefer eingehen werden wir in diesem Artikel auf die Möglichkeit der Aktieninvestition mittels aktiv gemanagter Fonds. Wie schlecht aktiv gemanagte Fonds gegenüber “passiven” ETFs abschneiden, zeigt die seit 20 Jahren regelmäßig veröffentlichte “SPIVA Scorecard” des Unternehmens S&P Global. In dieser Untersuchung werden die Renditen aktiver Fonds für alle relevanten Welt-Aktien-Märkte mit ihren jeweiligen Benchmarks verglichen – mit größtenteils verheerenden Ergebnissen – vielleicht hast du selbst schon die Erfahrung gemacht. Mehr dazu lesen kannst du in unserem Artikel: Aktive Manager schlagen den Markt nicht. Wer über Fonds in Aktien investieren möchte, greift also weiterhin lieber zu kostengünstigen ETFs.
Konzentrieren wir uns nun auf den Vergleich: Einzelaktien vs. ETFs.

ETFs vs. Einzelaktien – der Vergleich

Wer Vermögen aufbauen möchte, kommt an Aktien kaum vorbei. Denn um langfristig höhere Renditen als die Inflation einzufahren und damit eine reale Rendite über der Nulllinie zu erzielen, müssen gewisse Risiken eingegangen werden. Aktien eignen sich hierfür vor allem deshalb, weil sie – anders als private Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien – für (nahezu) alle Menschen über die Börse zugänglich sind und dank moderner Online- und Neobroker wie Scalable Capital, Trade Republic, ING oder finanzen.net zero inzwischen sogar bereits ab 1 Euro Sparguthaben gehandelt werden können. Die Demokratisierung der Geldanlage schreitet also hierzulande weiter voran. Stellt sich also die Frage: Wie soll ich in Aktien investieren? Über ETFs oder lieber über Einzeltitel?
Die einfachste und wohl für die meisten Menschen beste Lösung, um in Aktien zu investieren, ist und bleibt der ETF. Nicht umsonst sind wir bei justETF – wer hätte es gedacht? – totale ETF-Fans. Denn sie bieten eine Reihe kaum schlagbarer Vorteile – allen voran die einfache und breite Diversifikation zu sehr günstigen Kosten.
In Sachen Diversifikation schaffen es Einzelaktien sicher nicht, mit ETFs mitzuhalten. Doch auch Einzelaktien-Investitionen bieten Vorteile – ja, das geben auch wir gern zu. Welche das sind, schauen wir uns im weiteren Verlauf des Artikels genauer an. Vorher blicken wir aber auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Aktien und ETFs:

Vergleich: Aktien vs. ETFs

Einzelaktien ETFs
Aufwand Hoch Niedrig
Diversifikation Niedrig Hoch
Risiko Höher Niedriger
Renditeerwartung Über- & Unterperformance möglich Abhängig vom Markt/Index
Handelskosten Abhängig von deinem Broker Abhängig von deinem Broker
Laufende Kosten Keine Vorhanden
Partizipation (HV & Stimmrecht) Kann selbst ausgeübt werden Wird an ETF abgetreten
Individualisierung Höher Niedriger
Rechtliche Struktur Sondervermögen Sondervermögen
Quelle: justETF Research

Vor- und Nachteile von Einzelaktien-Investments

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Einzelaktien für die meisten Anlegerinnen und Anleger objektiv betrachtet ETFs unterlegen sind. Denn sie bieten neben einem deutlich höheren Aufwand eine geringere Diversifikation sowie ein tendenziell höheres Risiko. Wer sich an Einzelwerte traut, sollte sich also definitiv bewusst sein, dass er hier mehr Arbeit haben wird und mehr Know-How braucht.
Doch Einzelwerte bieten auch Vorteile. Wenn du zum Beispiel gewisse Unternehmen nicht im Portfolio haben möchtest, oder bestimmte Unternehmen bewusst übergewichten willst, geht das quasi nur mit Einzelaktien. Auch der psychologische Aspekt ist hier sicher nicht zu vernachlässigen – denn die Beteiligung sowie das Mitverfolgen der Entwicklung einer einzelnen Firma ist weniger abstrakt als bei einer indirekten Investition über einen ETF.

Vor- und Nachteile von Einzelaktien im Überblick

Vorteile Nachteile
Bieten die Möglichkeit der unmittelbaren Beteiligung an einem Unternehmen Bieten eine geringere Diversifikation als ETFs
Laufende Kosten fallen nicht an Sind mit einem (deutlich) höheren Aufwand verbunden
Dein Portfolio kann mit Einzelwerten “individualisiert” werden Verführen eher zu irrationalen Entscheidungen (Stichwort: Anlegerpsychologie)
Quelle: justETF Research
Auch das Thema Performance sollte nicht unerwähnt bleiben. Denn wenn du “nur den Markt” kaufst, wird es schwer, diesen zu schlagen. Wer sich hingegen zutraut, selbst eine bessere Aktienauswahl treffen zu können, kann theoretisch auch den Index schlagen.
Aber Vorsicht: Wie oben bei den aktiven Fonds beschrieben, zahlt sich aktives Management nicht sehr oft aus. Und ob Privatanlegerinnen und Privatanleger “von zuhause aus” eine Outperformance mit Einzelaktien erzielen, bleibt ohnehin äußerst zweifelhaft.
Denn es gibt viele Fallstricke bei der Einzelaktien-Auswahl: Ein gutes Unternehmen ist nicht automatisch eine gute Aktie, da es auch viel zu teuer bewertet sein könnte. Unzählige andere private und institutionelle Anlegerinner und Anleger verfolgen dieselbe Aktie genauso und lassen kaum Informationsvorsprung zu.
Oft wird suggeriert, dass es sehr einfach sei, mal eben die besten Aktien auszuwählen. Die Statistiken zeigen aber, dass nur ein kleiner Teil der Anlegerinnen und Anleger nach Abzug der Kosten und in Anbetracht des höheren Risikos in der Lage ist, genau das zu schaffen.

Fazit

Was heißt das nun für dich und was wäre unser Rat, wenn es dich doch zu Einzelaktien zieht?
Dass Einzelaktien einen gewissen Reiz mit sich bringen, ist unbestritten wahr. Doch überlege dir, auch mit Blick auf die oben genannten Vergleiche und Studien genau, ob du bereit bist, das tendenziell schlechtere Chance-/Risiko-Verhältnis von Einzelwertinvestments eingehen zu wollen.
Daher raten wir dir: Wenn du dich auch an Einzelaktien versuchen möchtest, definiere dir hierfür einen festen Anteil deines Gesamtportfolios. Dann kannst du beispielsweise 10% oder 15% deines Vermögens in Einzelwerte stecken und gehst mit dem Großteil deines Depots “auf Nummer sicher”, indem du in breit gestreute Welt-ETFs investierst.
So lässt sich das Beste aus zwei Welten vereinen und du bist zumindest dabei. Und noch ein Tipp: Trenne deine Portfolios so, dass du im Nachhinein auch die Performance der beiden Depots objektiv miteinander vergleichen kannst – über einen Zeitraum von 10+ Jahren wird dein ETF-Depot wahrscheinlich besser abgeschnitten haben – und das ganze auch noch mit weniger Aufwand.
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