2015 verlief für die Wirtschaft sehr ordentlich. Für dieses Jahr haben etliche Unternehmen daher erneut hohe Dividenden in Aussicht gestellt. Die DAX-Konzerne werden voraussichtlich so viel ausschütten wie nie zuvor. Marktbeobachter erwarten eine durchschnittliche Dividendenrendite um die 2,7 Prozent. Noch besser sieht es in Europa aus. Hier wird mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von rund 3,5 Prozent gerechnet. In Zeiten niedriger Zinsen bieten dividendenstarke Titel damit eine interessante Alternative zu klassischen Zinspapieren. Zehnjährige Bundesanleihen etwa warfen im Januar durchschnittlich eine Rendite von 0,5 Prozent ab und auch mit soliden Unternehmensanleihen lässt sich kaum mehr Geld verdienen. Hinzu kommt die Chance auf Kursgewinne. Während im Rentenbereich die Luft nach oben dünn wird, bieten die Aktienmärkte weiterhin Potential. Und wenn es - wie zu Beginn des Jahres - zwischenzeitlich einmal nach unten geht, können dividendenstarke Titel einen Verlustpuffer bieten.
Die Dividendenqualität zählt
Auch über ETFs können Anleger in Dividendentitel investieren. Der Vorteil: während aktiv gemanagte Fonds jährliche Kosten von in der Regel deutlich mehr als einem Prozent verursachen, fahren Anleger mit entsprechenden ETFs deutlich besser. „Hier liegt die Gesamtkostenquote (TER) zumeist klar unter 0,5 Prozent“, weiß Heike Fürpaß-Peter vom französischen ETF-Anbieter Lyxor. Anlegern, die eine Dividendenstrategie verfolgen, rät sie, nicht allein auf die Höhe der Dividendenzahlungen oder auf die Dividendenrendite zu schauen. „Worauf es ankommt sind vielmehr operative Stärke und finanzielle Solidität eines Unternehmens. Beide Faktoren sichern ordentliche Cash Flows in der Zukunft und damit auch die Nachhaltigkeit von Dividendenzahlungen“, so Fürpaß-Peter. Mit Blick auf die Anlageregionen denkt sie zunächst an Europa. Die Lage der Unternehmen sei hier vergleichsweise günstig. „Der Konjunkturzyklus ist noch nicht so weit vorangeschritten wie beispielsweise in den USA“, sagte die ETF-Expertin.
Dividendenfonds ex Banken
Mit dem
Lyxor UCITS ETF SG European Quality Income bietet Lyxor einen europäischen Dividenden-ETF, der besonders auf die Dividendenqualität abstellt. Ziel ist es, den Referenzindex SG European Quality Income NTR bestmöglich abzubilden. Dieser Index umfasst große europäische Unternehmen, die sowohl eine überdurchschnittliche Dividendenrendite als auch eine robuste Bilanz aufweisen. Wer angesichts der Schwäche der Bankenbranche auf Geldinstitute im Portfolio verzichten möchte, kann dies mit dem Fonds ebenfalls tun. Berücksichtigt werden nämlich nur Unternehmen, die über eine Marktkapitalisierung von mindestens 1 Mrd. Euro verfügen und nicht zu den Finanzdienstleistern zählen. Die Gesamtkostenquote dieses ETFs beträgt 0,45 Prozent.
Natürlich bieten auch die globalen Märkte weiterhin gute Chancen und Diversifikationsmöglichkeiten. Anleger, die sich hier mit Dividendenstrategien engagieren möchten, können beispielsweise auf den
Lyxor UCITS ETF SG Global Quality Income setzen, der im globalen Rahmen in Blue Chips mit attraktiven und nachhaltigen Ausschüttungen investiert. Die Gesamtkostenquote dieses Fonds, der im Übrigen Finanzdienstleister ebenfalls ausschließt, beträgt 0,45 Prozent.
Wertentwicklung Lyxor SG European Quality Income in Prozent seit Auflage
Quelle: justETF.com; Stand 10.08.26