Finde das beste Depot für den ETF-Kauf
Depot-Empfehlungen von justETF
Welches ETF Depot das richtige für dich ist, hängt von deinen Anforderungen und Präferenzen ab. Allerdings gibt es einige Kriterien, die für die meisten Anlegenden eine hohe Relevanz besitzen. Dazu gehören beispielsweise die Kosten, die für die Depotführung oder beim Handel und Besparen von Wertpapieren anfallen, die Sparmöglichkeiten oder die Frage, ob anfallende Steuern vom Broker automatisch abgeführt werden. Dies unterstreichen auch zahlreiche Rückmeldungen, die wir von euch über eine kürzlich durchgeführte Umfrage sowie über direktes Feedback erhalten haben.
Eine weitere Erkenntnis: In der Umfrage gab eine deutliche Mehrheit (>75%) von euch an, dass in unsere Vergleiche nur Angebote aufgenommen werden sollen, die bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen. Nähere Informationen dazu erhältst du im Abschnitt „Andere Broker, die im Vergleich fehlen “.
Wir haben die verschiedenen Depots für dich unter die Lupe genommen und bewertet. Dabei unterscheiden wir zwischen drei übergeordneten Kategorien:
Trading – Konditionen für den Handel von Wertpapieren. Diese Kategorie ist besonders relevant, wenn du regelmäßig außerhalb von Sparplänen oder verschiedene Produkte (z.B. Aktien, ETFs, Fonds, Krypto) handeln möchtest.
Sparmöglichkeiten – ETF-Sparplan- und Zinsangebot des Brokers. Entscheidend, wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht.
Broker-Features – Weitere Eigenschaften, die über den Handel und das Besparen von Wertpapieren hinausgehen. Diese Kategorie solltest du im Blick behalten, wenn dir Service und Komfort wichtig sind.
Die am besten bewerteten Depots in unserem Vergleich sind der Free Broker von Scalable Capital sowie die Angebote von Trading 212 , S Broker , Trade Republic und Traders Place . Während Scalable Capital und Trade Republic über ein herausragendes Sparplan-Angebot verfügen und auch beim Trading und den Broker-Features sehr gut aufgestellt sind, punkten Trading 212 und Traders Place vor allem mit einem exzellenten Trading- und Sparplan-Angebot. Dieses Stärken-Profil ist kein Zufall: Diese relativ jungen Broker zeichnen sich seit ihrem Markteintritt dadurch aus, dass sie den Kauf und Verkauf von ETFs besonders günstig anbieten. In der Zwischenzeit haben vor allem Scalable Capital und Trade Republic ihre Angebote um weitere Bank-Charakteristika erweitert, ohne ihre Vormachtstellung als Kostenführer eingebüßt zu haben. Der S Broker glänzt vor allem durch seine Broker-Features und ein sehr gutes Sparplan-Angebot, schneidet aber auch im Bereich Trading überaus gut ab.
Auch unter den bereits seit langer Zeit am Markt agierenden Vollbanken mit Brokerage-Angebot gibt es Anbieter, die eine sehr gute Wahl darstellen. Hier sind momentan insbesondere die Consorsbank und ING zu nennen, welche, begründet in ihrem Vollbank-Angebot, die maximale Punktzahl im Bereich Broker-Features erhalten. Darüber hinaus haben beide Anbieter ihr Sparplan-Angebot sukzessive verbessert und bieten mittlerweile, wie die meisten Online Broker der neuen Generation, ebenfalls sämtliche ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühren an. Im Bereich Trading fallen bei Consorsbank und ING die relativ hohen Gebühren pro Order negativ ins Gewicht und verhindern eine bessere Bewertung in unserem Vergleich. Wenn du aber nur selten außerhalb von Sparplänen handelst oder entsprechende Aktionsangebote nutzt, fällt dieser Nachteil für dich weniger ins Gewicht und du triffst mit den entsprechenden Depots eine ausgezeichnete Wahl, insbesondere wenn du großen Wert auf Service und ein Vollbank-Angebot legst.
Testergebnisse im Überblick
Die folgende Grafik zeigt dir, wie die von uns getesteten Depots in den Kategorien Trading (maximale Punktzahl: 45 Punkte), Sparmöglichkeiten (max. 45 Punkte) und Broker-Features (max. 20 Punkte) abgeschnitten haben.
Erreichte Punkte je Kategorie
Broker / Depot
Erreichte Punkte pro Kategorie
Gesamtpunktzahl
Trading (max. 45) Sparplan-Angebot (max. 45) Features (max. 20)
Quelle: justETF Research; Stand: 16. September 2026. Sortierung der Angebote nach folgender Reihenfolge: 1. Testurteil 2. Ordergebühr 3. Anzahl ETF-Sparpläne.
Obwohl die besten Depots in unserem ETF Broker Vergleich in jeder der drei Kategorien zumindest solide abschneiden, gibt es bereits hier spürbare Unterschiede zwischen den Angeboten. Noch deutlicher werden diese in der Regel bei Depots, die wir etwas schlechter bewertet haben. Einzelne ETF Broker haben beispielsweise Defizite in der Kategorie „Trading“, bieten im Gegenzug aber sehr gute und umfangreiche Sparmöglichkeiten und weitere Features an. Wenn du nur sehr selten außerhalb von Sparplänen handelst und beispielsweise nur einen 50 Euro Sparplan auf einen breit gestreuten MSCI World-ETF anlegen willst, kann ein solches Online Depot trotz der Defizite im Trading-Bereich eine sehr gute Wahl für dich sein. Andere Online Broker bieten hervorragende Möglichkeiten und günstige Konditionen für den Kauf und Verkauf und das Besparen von verschiedenen Wertpapieren (Aktien, ETFs, Krypto, aktiv gemanagte Fonds), aber keine weiteren Bank-Services oder nur begrenzten Kundenservice. Es lohnt sich also, zu vergleichen. Neben unserem Testurteil helfen dir auch unsere Filter, den richtigen Broker zu finden, indem du dir zum Beispiel nur Broker anzeigen lassen kannst, die ein Girokonto oder eine bestimmte Anzahl an kostenlosen ETF-Sparplänen anbieten. (Hinweis: Die in unserem Online Broker Vergleich angezeigten Gebühren sind immer ohne marktübliche Spreads, Zuwendungen, Produktkosten und Fremdkosten.)
Depot-Bewertung: So kommt sie zustande
Wir haben für dich die Depots ausgewählter ETF Broker anhand klar definierter Kriterien getestet. Bei der Festlegung und Gewichtung der verschiedenen Kriterien haben wir, neben unserer eigenen Expertise, auch euer Feedback einfließen lassen. Grundlage hierfür war unter anderem eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter unseren Nutzerinnen und Nutzern mit mehreren hundert Teilnehmern.
Die Kriterien, anhand derer wir die Angebote der getesteten Depots beurteilt haben, haben wir in drei verschiedenenen Überkategorien zusammengefasst: 1. Trading (Modalitäten für reguläre Trades), 2. Sparmöglichkeiten (ETF-Sparplan- und Zinsangebot) sowie 3. Broker-Feautures (z.B. das Vorhandensein einer eigenen Banklizenz oder eines Girokonto-Angebots). In jeder Kategorie haben wir die Angebote der Online-Broker anhand verschiedener Aspekte verglichen und mit Punkten bewertet. Insgesamt konnten dabei maximal 110 Punkte erreicht werden. Anschließend haben wir die erreichte Punktzahl in eine Bewertung von 0 bis 5 umgerechnet, wobei 5,0 die bestmögliche Bewertung darstellt. Die Umrechnung erfolgt nach der Formel: erreichte Punktzahl/20, wobei auf eine Nachkommastelle gerundet wird.
Daraus ergibt sich folgendes Bewertungsschema:
Punktzahl
Bewertung
Testurteil
89 - 110
4,5 - 5,0
Hervorragend
79 - 88
4,0 - 4,4
Sehr gut
59 - 78
3,0 - 3,9
Gut
39 - 58
2,0 - 2,9
Befriedigend
19 - 38
1,0 - 1,9
Ausreichend
0 - 18
0 - 0,9
Mangelhaft
Broker-Bewertungskriterien im Detail
Die drei Kategorien Trading, Sparmöglichkeiten und Broker-Features setzen sich aus folgenden Kriterien zusammen:
Trading (45 Punkte)
Ordergebühren (16 Punkte)
Die Ordergebühren fallen immer dann an, wenn du außerhalb von Sparplänen handelst und auch keine Aktionsangebote nutzt. Selbst wenn du planst, ETF-Käufe nur per Sparplan oder im Rahmen einer Aktion umzusetzen, wirst du in aller Regel spätestens dann mit den Standard-Ordergebühren deines Brokers konfrontiert, wenn du deine Wertpapiere wieder verkaufen willst. Das wird für die allermeisten Anlegerinnen und Anleger spätestens in der Entsparphase relevant. Da diese Kosten direkt deine Rendite schmälern, sind sie ein zentraler Aspekt der Depotwahl. Inzwischen gibt es einige Anbieter, insbesondere Neobroker, die extrem günstige Fixpreise oder gar gebührenfreie Order-Ausführungen anbieten, während vor allem klassische Banken oftmals noch relativ hohe, volumenabhängige Gebühren verlangen.
Da die anfallenden Gebühren bei vielen Anbietern vom Ordervolumen, also dem Betrag, den du handeln möchtest, abhängen, schauen wir uns die Ordergebühren sowohl für einen eher kleinen Orderbetrag (1.000 €) als auch für einen größeren Betrag (10.000 €) an.
Gebühr pro 1.000 € Order (Standardkonditionen)
Punktzahl
0,00 - 0,50 €
8
0,51 - 2,50 €
6
2,51 - 7,50 €
4
7,51 - 10,00 €
2
> 10,00 €
0
Gebühr pro 10.000 € Order (Standardkonditionen)
Punktzahl
0,00 - 5,00 €
8
5,01 - 10,00 €
6
10,01 - 20,00 €
4
20,01 - 30,00 €
2
> 30,00 €
0
ETFs ohne Ordergebühr (5 Punkte)
Bei vielen Brokern ist es möglich, zumindest eine Auswahl an ETFs zu kaufen, ohne Ordergebühren zu bezahlen. Dies erfolgt oftmals im Rahmen von Aktionen, die an bestimmte ETF-Anbieter und Handelsplätze gekoppelt sind. Derartige Sonderkonditionen sind besonders attraktiv bei Brokern, die ansonsten relativ hohe Gebühren erheben. Die Anzahl an ETFs, bei denen du auf diese Weise bares Geld sparen kannst, kann je nach Depot-Anbieter sehr unterschiedlich sein. Manche Broker verzichten sogar grundsätzlich auf Ordergebühren. Da derartige Einmalkauf-Aktionen in der Regel zeitlich begrenzt und an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, gewichten wir sie in unserem Vergleich weniger stark als die Standard-Ordergebühren.
Anzahl ETFs ohne Ordergebühr
Punktzahl
mind. 2.000
5
1.000 - 1.999
4
500 - 999
3
250 - 499
2
1 - 249
1
0
0
Depotgebühren (10 Punkte)
Die Depotgebühren sind die Kosten, die dir für die Verwahrung der Wertpapiere im Depot berechnet werden. Erfreulicherweise ist es unter deutschen Online-Brokern inzwischen Standard, keinerlei Depotgebühren zu erheben. Da die Depotgebühren auch dann anfallen, wenn du gar nicht aktiv handelst und dein Depot oder deinen Sparplan einfach nur liegen lässt, raten wir dir, auf eines der zahlreichen kostenlosen Depots zu setzen. Gerade im Vergleich zu klassischen Filialbanken, unter denen das Erheben einer Depotgebühr noch absolut üblich ist, kannst du dadurch viel Geld sparen. Übrigens verknüpfen einzelne Online Broker den Wegfall der Depotgebühren an Bedingungen, welche aber oftmals ohne allzu große Umstände erfüllt werden können (z.B. regelmäßige Ausführung eines Sparplans). Wenn du diese Angebote bei der Wahl deines Depots grundsätzlich ausschließen möchtest, kannst du dies ganz einfach über den entsprechenden Filter tun.
Depotgebühr
Punktzahl
Keine Depotgebühr (ohne Bedingungen)
10
Keine Depotgebühr (unter Bedingungen)
5
Depotgebühr > 0 €
0
Xetra-Handel (4 Punkte)
Xetra ist der Referenzmarkt für den Aktien- und
ETF-Handel in Deutschland. Der Zugang zu diesem Handelsplatz garantiert oft die engsten Spreads (Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs) und eine hohe
Liquidität , besonders bei großen Ordervolumina oder in turbulenten Marktphasen. Für die meisten Anlegenden und insbesondere, wenn primär über Sparpläne investiert wird, ist dies weniger entscheidend. Zumal die günstigsten Konditionen und Sparplan-Ausführungen oftmals an alternative Handelsplätze (wie gettex oder LS Exchange) gekoppelt sind. Dennoch ist die Option, an Xetra handeln zu können, ein gewisses Qualitätsmerkmal und für dich vor allem dann relevant, wenn du regelmäßig außerhalb von Sparplänen oder größere Beträge handeln möchtest.
Handel via Xetra möglich
Punktzahl
ja
4
nein
0
Bruchstück-Handel (4 Punkte)
Der Erwerb von Bruchstücken, also anteiligen ETF-Anteilen oder Aktien, im Rahmen eines Sparplans ist inzwischen Standard. Im Gegensatz dazu bieten nur wenige Broker bislang die Möglichkeit, Wertpapier-Bruchstücke auch außerhalb von Sparplänen zu handeln. Diese Option ist besonders dann vorteilhaft, wenn du Aktien (oder ETFs) handeln möchtest, die einen hohen Anteilspreis aufweisen. Da dieser mitunter mehrere hundert oder gar tausend Euro pro Stück betragen kann, ist der Handel von Bruchstücken bei einem kleineren Budget oft die einzige Möglichkeit, eine passgenaue Menge außerhalb eines Sparplans zu handeln. Ohne den Bruchstück-Handel müsstest du immer mindestens den Preis eines vollen Anteils investieren – was eine saubere Diversifikation besonders bei kleineren Depots erschwert.
Bruchstückhandel möglich (außerhalb von Sparplänen)
Punktzahl
ja
4
nein
0
Handelbare Wertpapiere (6 Punkte)
Ein Depot sollte mit deinen Ambitionen mitwachsen können. Während am Anfang oft ein einzelner ETF reicht, möchten fortgeschrittene Anlegerinnen und Anleger vielleicht auch in Einzelaktien, Anleihen oder Kryptowährungen investieren. Wir bewerten positiv, wenn ein Broker ein breites Spektrum an handelbaren Produkten bietet und dir somit die Flexbilität bieten, in verschiedene Anlageinstrumente und -strategien zu investieren.
Handelbare Wertpapiere (ETFs, Aktien, Fonds, Anleihen, Derivate, Krypto)
Punktzahl
1 Punkt pro handelbarem Wertpapier-Typ
max. 6
Sparmöglichkeiten (45 Punkte)
Gebühr für Sparplan-Ausführung (10 Punkte)
Da dein Sparplan regelmäßig und über einen langen Zeitraum ausgeführt wird, können sich selbst kleine Sparplan-Gebühren über die Jahre zu beachtlichen Beträgen summieren. Die gute Nachricht: Viele Broker bieten inzwischen grundsätzlich alle Sparpläne kostenlos an. Da die Kostenkontrolle beim regelmäßigen Sparen oberste Priorität hat, ist dieses Kriterium für unsere Bewertung sehr wichtig.
Gebühr pro 100 € Sparrate (Standardkonditionen für ETF-Sparpläne)
Punktzahl
0 €
10
0 € - 1 €
8,5
1 € - 2 €
7
2 € - 3 €
5
3 € - 5 €
2,5
> 5€
0
ETF-Sparplan-Angebot (15 Punkte)
Für die meisten Anlegerinnen und Anleger ist der Sparplan das Herzstück des Vermögensaufbaus. Ein gutes ETF-Sparplan-Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass eine große Auswahl an ETFs – idealerweise von verschiedenen Anbietern und über alle wichtigen Anlageklassen hinweg – sparplanfähig ist. Nichts ist ärgerlicher, als wenn ausgerechnet der Wunsch-ETF beim gewählten Broker nicht im Sparplan verfügbar ist. Während es für Welt-Indizes oft Alternativen gibt, ist ein breites Sortiment unverzichtbar, wenn du gezielt in Nischenmärkte, spezielle Strategien oder Trend-Themen investieren willst.
Fast genauso ärgerlich wie die fehlende Möglichkeit, den ETF deiner Wahl zu besparen, ist es, wenn dieser ETF nicht kostenlos bespart werden kann (z.B. weil er nicht Teil einer Aktion ist). Da die Kostenkontrolle beim regelmäßigen Sparen über Jahrzehnte den Zinseszinseffekt massiv beeinflusst, bewerten wir neben der Anzahl an sparplanfähigen ETFs auch, wieviele ETFs kostenlos bespart werden können.
Anzahl ETF-Sparpläne
Punktzahl
mind. 2.500
7,5
1.750 - 2.500
6,5
1.000 - 1.750
5,5
500 - 1.000
4,5
250 - 500
3
1 - 250
1,5
0
0
Anzahl kostenlose ETF-Sparpläne
Punktzahl
mind. 2.500
7,5
1.750 - 2.500
6,5
1.000 - 1.750
5,5
500 - 1.000
4,5
250 - 500
3
1 - 250
1,5
0
0
Sparplan-Modalitäten (12 Punkte)
Neben den Gebühren und der Anzahl an verfügbaren ETFs sind die Sparplan-Modalitäten ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des richtigen Depots für deinen ETF-Sparplan. Die Sparplan-Modalitäten entscheiden darüber, wie nahtlos sich dein Vermögensaufbau in deinen Alltag integriert.
Zum einen bewerten wir dabei die Flexibilität bei der Ausführung: Ein guter Broker sollte sich deinem Cashflow anpassen. Dazu gehört eine niedrige
Mindestsparrate (ideal ab 1 €) ebenso wie eine hohe oder optimalerweise überhaupt keine Obergrenze (
Maximalsparrate ). Ebenso wichtig ist der zeitliche Spielraum: Je mehr
Ausführungstage und -intervalle (z. B. monatlich oder quartalsweise) zur Auswahl stehen, desto präziser kannst du den Sparplan auf deine Finanzen, zum Beispiel auf deinen Gehaltseingang, abstimmen.
Zum anderen sind für einen minimalen Pflegeaufwand intelligente Automatismen entscheidend. Features wie der
Lastschrifteinzug von Drittkonten ersparen dir das manuelle Umbuchen von Guthaben, während eine
Dynamisierung deine Sparrate jährlich automatisch anpasst, um die Inflation auszugleichen. Ebenso wertvoll kann die
automatische Wiederanlage von Ausschüttungen sein, welche sicherstellt, dass Dividenden direkt reinvestiert und der Zinseszinseffekt gestärkt werden. Da diese Details den Unterschied zwischen einem starren Depot mit erheblichem manuellen Pflegeaufwand und einem stressfreien Vermögensaufbau machen können, fließen sie ebenfalls in unsere Bewertung ein.
Dynamisierung der Sparrate möglich
Punktzahl
ja
2
nein
0
Automatische Wiederanlage von Ausschüttungen möglich
Punktzahl
ja
2
nein
0
Lastschrifteinzug von Drittkonten möglich
Punktzahl
ja
2
nein
0
Anzahl mögliche Sparplan-Intervalle
Punktzahl
mind. 4
1,5
3
1
2
0,5
1
0
Anzahl mögliche Ausführungstage
Punktzahl
mind. 4
1,5
3
1
2
0,5
1
0
Mindestsparrate
Punktzahl
1 € - 10 €
1,5
11 € - 25 €
1
26 € - 50 €
0,5
> 50 €
0
Maximalsparrate
Punktzahl
mind. 5.000 €
1,5
2.500 € - 5.000 €
1
1.000 € - 2.500 €
0,5
< 1.000 €
0
Zinsangebot (8 Punkte)
In einem ganzheitlichen Portfolio ist eine sichere Komponente, die vor allem in unruhigen Marktphasen für Stabilität sorgt, unabdingbar. Ein attraktives Zinsangebot auf dem Verrechnungs- oder Tagesgeldkonto bietet eine hervorragende Option, nicht investiertes Kapital sicher und dennoch gewinnbringend zu parken. Inzwischen gehen einige Broker sogar so weit, Zinsen in der Höhe oder sogar über dem EZB-Einlagenzins anzubieten.
Bei unserer Bewertung des Zinsangebots legen wir besonderen Wert auf die langfristige Perspektive: Während viele Anbieter mit zeitlich begrenzten Aktionsangeboten locken, bei denen die Zinsen für Bestandskunden nach wenigen Monaten drastisch sinken, fokussieren wir uns bei der Beurteilung auf den dauerhaften Zinssatz. So stellen wir sicher, dass du langfristig von hohen Zinserträgen profitierst, ohne ständig das Konto wechseln zu müssen. Eine detaillierte Übersicht der verschiedenen Zinsangebote findest du in unserem
Tagesgeldvergleich .
Zinsangebot (Bestandskunden)
Punktzahl
mindestens 1,75 %
8
1,25 % - 1,74 %
6
0,75 % - 1,24 %
4
0,50 % - 0,74 %
2
< 0,50 %
0
Broker-Features (20 Punkte)
Girokonto (4 Punkte)
Einige Broker bieten ein vollwertiges Girokonto zum Depot an. Dies kann den Zahlungsverkehr vereinfachen und die Bequemlichkeit erhöhen, da alles „aus einer Hand“ kommt. Da viele Anlegende ihr Depot jedoch ohnehin als Ergänzung zu ihrer bestehenden Hausbank führen, ist dieses Kriterium eher ein Komfortmerkmal. Dennoch ist anzumerken, dass insbesondere die führenden Neobroker und -banken wie Trade Republic, Scalable Capital oder N26 ihre ursprüngliche Produktpalette sukzessive um klassiche Bankservices beziehungsweise ein Brokerage-Angebot erweitert haben.
Girokonto als Teil des Angebots
Punktzahl
ja
4
nein
0
Banklizenz (8 Punkte)
Die Frage, ob ein Broker über eine eigene Banklizenz verfügt, ist für viele Anlegenden ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Eine eigene Lizenz bedeutet, dass der Anbieter direkt der staatlichen Bankenaufsicht unterliegt und sämtliche Prozesse – von der Kontoeröffnung bis zur Verwahrung – im eigenen Haus kontrolliert. Dies sorgt nicht nur für ein hohes Maß an Vertrauen und Sicherheit, sondern ermöglicht oft eine deutlich breitere Produktpalette.
Broker mit eigener Banklizenz können wesentlich flexibler zusätzliche Dienstleistungen wie attraktive Zinsprodukte, Debitkarten oder Girokonten anbieten, ohne auf die Kooperation mit externen Partnerbanken angewiesen zu sein. Im Gegensatz dazu nutzen Broker ohne eigene Lizenz Partnerbanken im Hintergrund, was die Komplexität erhöhen kann. Daher bewerten wir es positiv, wenn ein Anbieter als voll lizensiertes Institut agiert und dir somit ein stabiles, erweiterbares Fundament aus einer Hand bietet.
Eigene Banklizenz
Punktzahl
ja
8
nein
0
Kundenservice (4 Punkte)
Ein kompetenter und gut erreichbarer Kundenservice ist im Ernstfall unter Umständen wichtiger, als es die von uns vergebene Punktzahl vermuten lässt. Ob bei Fragen zur Steuerbescheinigung, technischen Problemen oder einem komplexen Depotübertrag – eine schnelle Unterstützung per Telefon, Chat oder E-Mail sorgt für das nötige Sicherheitsgefühl bei der Geldanlage.
In unserem Vergleich wird dieses Kriterium dennoch eher moderat gewichtet, da sich die Qualität des Kundenservice nur schwer rein objektiv messen lässt. Während andere Aspekte, wie Gebühren und Sparplan-Optionen, klare Fakten sind, basiert die Service-Qualität oft auf individuellen Erfahrungen. Zumindest die Erreichbarkeit in Form des Angebots an Kontaktwegen stellt aber eine objektiv messbare Größe dar und fließt dementsprechend als Qualitätsmerkmal in unsere Bewertung ein.
Kundenservice-Kontaktwege (Telefon, Mail, Chat)
Punktzahl
3
4
2
3
1
2
0
0
Unterdepots (4 Punkte)
Unterdepots helfen dabei, verschiedene Anlagestrategien (z.B. Altersvorsorge vs. Spekulation) sauber voneinander zu trennen, ohne mehrere Logins verwalten zu müssen. Dies dient der Übersichtlichkeit und steuerlichen Strukturierung. Auch besteht die Möglichkeit, auf diese Weise ein separates Depot für den Nachwuchs zu unterhalten, wenn man hierfür kein dezidiertes
Kinderdepot nutzen möchte. Die Option, mehrere Unterdepots anzulegen, ist somit ein nützliches Feature, jedoch kein zwingendes Muss für den Anlageerfolg.
Unterdepots möglich
Punktzahl
ja
4
nein
0
Andere Broker, die im Vergleich fehlen
In einer Umfrage gab die große Mehrheit (>75%) unserer Nutzerinnen und Nutzer an, Vergleiche zu bevorzugen, bei denen Angebote, die bestimmte (Mindest-)Kriterien nicht erfüllen, grundsätzlich ausgeschlossen sind. Wenn ein bestimmter Broker in unserem Vergleich fehlt, liegt das also in der Regel daran, dass dieser Broker eine oder mehrere der von uns definierten Voraussetzungen für die Aufnahme in unseren Vergleichen nicht erfüllt. In den Online Broker Vergleich aufgenommen wurden ausschließlich Anbieter mit einem ETF-Angebot. Durch den Fokus auf Online Broker sind klassische Banken in unserem Vergleich nicht enthalten. Ausgeschlossen wurden zudem Online Broker mit starkem Fokus auf CFD-Trading, unklarer oder fehlender staatlicher Regulierung oder Sitz außerhalb der EU. Darüber hinaus nehmen wir nur Broker in unseren Vergleich auf, die für deutsche Anlegerinnen und Anlegerinnen automatisch die Kapitalertragsteuer abführen.
Insbesondere für Anlegerinnen und Anleger, die ihr erstes Depot eröffnen wollen, ist die automatische Abführung der Kapitalertragsteuer (KapESt) ein ganz zentrales Kriterium bei der Brokerwahl. Erfüllt dein Broker dieses Kriterium, wird die Abgeltungsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) auf Gewinne und Dividenden automatisch berechnet und direkt an das Finanzamt abgeführt, sobald diese anfallen. Du musst dich also um nichts kümmern und läufst nicht Gefahr, steuerliche Pflichten zu übersehen. Auch die Verrechnung von Gewinnen mit Verlusten sowie die Berücksichtigung deines Freistellungsauftrags erfolgen vollautomatisch im Hintergrund. Die Wahl eines „steuereinfachen“ Brokers erspart dir somit massiven administrativen Aufwand und das Risiko von Fehlern bei der Steuererklärung.
Unter anderem folgende Broker sind in unserem Vergleich aufgrund unserer Ausschlusskriterien nicht enthalten:
Ausschlusskriterien weiterer Anbieter
Anbieter
Ausschlusskriterium
Bitpanda
keine Einlagensicherung
bunq
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
CapTrader
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Degiro
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
eToro
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Freedom24
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Interactive Brokers
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Lightyear
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Freedom24
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Lynx
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
Revolut
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
XTB
keine automatische KapESt-Abführung für deutsche Anlegende
FAQ: Häufige Fragen bei der Wahl eines Depots
Welches ist der beste Broker?
Den aktuell besten Broker findest du immer in unserem Online Broker Vergleich. Aktuelle Spitzenreiter in unserem Vergleich sind die Neobroker Scalable Capital, Trade Republic und Co. Wir empfehlen dir, die aktuellen Testergebnisse zu vergleichen, um den besten Broker für dich zu finden.
Fakt ist: Für den typischen ETF-Sparer bieten fast alle von uns getesteten Broker ein Angebot an, das wenig Wünsche offen lässt. Wer viel handelt oder auf eine breite Produktpalette zugreifen möchte, ist bei den Spitzenreitern richtig. Wer hingegen einfach nur einen Standard-ETF auf den MSCI World besparen möchte, wird bei nahezu jedem Anbieter fündig.
Welcher Broker hat die wenigsten Gebühren?
Die günstigen Online Broker sind die Neobroker Scalable, Trade Republic, Smartbroker+ und finanzen.net zero. Die aktuell günstigsten Broker findest du jederzeit in unserem Online Broker Vergleich. Schau am besten gleich mal rein.
Welcher Broker ist der beste für Anfänger?
Wir empfehlen dir, dein Depot bei einem unserer Testsieger abzuschließen. Denn vor allem die Neobroker bieten eine einfache Bedienbarkeit und den Zugang per App. Für Anfänger und Fortgeschrittene bieten Scalable Capital, Trade Republic und Co. damit ein umfangreiches Angebot, das kaum Wünsche offen lässt.
Das gute: Für Anfänger bietet unser Testsieger Scalable beispielsweise mit seinem Free Broker ein komplett kostenloses und voll digitales Wertpapierdepot. Wer möchte, kann neben ETFs auch Aktien, Kryptowährunge und Derivate handeln.
Ist mein Geld bei einem Broker sicher?
Die Frage, ob dein Geld bei einem Online Broker sicher ist, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Denn grundsätzlich gilt: Geld, dass du in Aktien oder Aktien-ETFs investierst, unterliegt den Schwankungen des Marktes. Speziell bei Einzelaktien besteht zudem ein Totalverlustrisiko.
Wenn du jedoch breit diversifiziert mit ETFs in Aktien investierst, lassen sich Risiken clever reduzieren. Zwar gilt auch hier, dass der Wert deiner Anlage schwanken kann, aber historisch konnte der Weltaktienmarkt langfristig positive Renditen erwirtschaften.
Das nicht investierte Kapital, das auf dem Verrechnungskonto deines Brokers liegt, ist darüber hinaus nur im Rahmen der deutschen Einlagensicherung bis zu einem Volumen von 100.000 Euro abgesichert. Alles darüber hinaus wäre im Falle einer Broker-Pleite verloren.
Was passiert, wenn ein Broker pleite geht?
Im Falle einer Broker-Pleite ist nur Geld im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und Bankinstitut geschützt. Was darüber hinaus geht, sollte entweder auf einem separaten Konto angelegt werden oder alternativ in einen Geldmarkt-ETF investiert sein. Dieser zählt durch die ETF-Struktur als Sondervermögen und ist daher nicht von einer etwaigen Insolvenz des Brokers betroffen.
Die Wertpapiere, die dein Broker in deinem Namen verwahrt, kannst du im Falle einer Pleite nach einigen Tagen auf ein anderes von dir gewünschtes Depot übertragen. Das bedeutet, dass dein ETF-Vermögen nicht von einer Broker-Pleite betroffen ist.
Wie viele Broker sollte man haben?
Wie viele Broker du brauchst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Verfolgst du unterschiedliche Strategien und willst diese beispielsweise voneinander trennen? Dann kann es Sinn ergeben, ein Zweitdepot zu eröffnen. So kannst du ein Depot für den langfristigen Vermögensaufbau mit ETFs und ein Depot als “Spaßdepot” oder “Zockerdepot” nutzen.
Für den normalen ETF-Fan ist aber ein Wertpapierdepot vollkommen ausreichend. Auch um die Einlagensicherung musst du dir bei Depots keine Sorgen machen. Selbst wenn du größere Summen im Depot liegen hast, ist dieses Vermögen als Sondervermögen getrennt von der Bilanzsumme des Brokers oder der Bank zu sehen und du hast – im Falle einer Insolvenz des Brokers – einen Herausgabeanspruch für deine Wertpapiere.
Wie teuer sind Broker?
Online Broker bieten sich seit Jahren einen erbitterten Preiskampf. Speziell mit den aufkommenden Neobrokern Ende der 2010er-Jahre wurde der Preiskampf immer härter. Zum großen Vorteil von uns Privatanlegerinnen und Privatanlegern. Denn wir profitieren so ganz automatisch von den immer günstigeren Angeboten der verschiedenen Online Broker.
Übrigens: Die aktuell besten Angebote findest du immer in unserem Online Broker Vergleich. Hier vergleichen wir 16 führende Anbieter von Brokerage-Services anhand verschiedener Kriterien.