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China-ETFs im freien Fall

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Seit Jahren befindet sich das größte Schwellenland im Abwärtstrend – was du jetzt wissen musst

China-ETFs im freien Fall
 
  • Level: Für Fortgeschrittene
  • Lesedauer: 2 Minuten
Was dich in diesem Artikel erwartet

Was ist passiert?

China galt jahrelang als eine Art wirtschaftliche Vorzeigemacht in Asien und den Schwellenländern. Doch speziell seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben chinesische Aktien zu kämpfen – mit Folgen für Emerging Markets Indizes.
China-ETFs haben über die letzten drei Jahre teils massiv an Wert verloren. So gaben chinesische Festland-Aktien (A-Shares) rund 30% und die in Hongkong gelisteten Papiere (H-Shares) sogar um fast 50% nach.
justETF Tipp: Mehr zu China-ETFs und den verschiedenen Aktienklassen findest du in unserem Investment Guide zu China.
Die On- und Offshore-Aktien unterscheiden sich unter anderem durch die Sektorstruktur. Die deutlich Technologie-lastigeren H-Shares gaben stärker nach als der eher von Industrie-Konzernen dominierte Onshore-Markt der A-Aktien. Darüber hinaus ist der Handel von A-Aktien stärker staatlich reguliert, weshalb die H-Shares liquider gehandelt werden können und oftmals als besserer Gradmesser für den chinesischen Aktienmarkt angesehen werden.

Was heißt das für meine Geldanlage?

Der Rückgang am chinesischen Aktienmarkt hat auch Einfluss auf viele ETF-Portfolios – denn jeder, der einen Schwellenländer-ETF – wie beispielsweise den MSCI Emerging Markets – im Portfolio hat, investiert zu einem guten Teil in China. Der 2019 noch über 40% große Anteil Chinas in Schwellenländer-ETFs ist durch die Kursrückgänge inzwischen aber auf ca. 25% geschrumpft.
In globalen Welt-Indizes wie dem MSCI ACWI oder dem FTSE All World, die Industrie- und Schwellenländer kombinieren, ist der China-Anteil aktuell nur noch bei 2% und damit geringer als der von Deutschland oder der Schweiz. Die Schwellenländer insgesamt machen in diesen Indizes lediglich gut 10% aus.

Welche Alternativen gibt es?

Natürlich kannst du China oder die Schwellenländer ganz aus dem Portfolio rauslassen, weil die Performance in der Vergangenheit enttäuschend war. Doch Vorsicht: Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Entwicklungen. Außerdem solltest du dir bewusst machen, dass ETFs der Entwicklung an den Finanzmärkten Rechnung tragen und China, wie oben beschrieben, nach den Kursverlusten automatisch einen kleineren Teil in den entsprechenden ETFs und damit gegebenenfalls auch in deinem Portfolio ausmacht. Wenn du dich nun gegen ein Investment in Schwellenländer entscheiden solltest bzw. einen Schwellenländer-ETF mit dem Zusatz “ex China” kaufst, schließt du Teile des Gesamtmarktes aus und wettest damit darauf, dass die Wertentwicklung dieser Märkte auch in Zukunft enttäuschen wird. Darüber hinaus ist China immerhin die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Wir bei justETF vermeiden daher derartige Prognosen und verfolgen eher den Ansatz, den ganzen Markt abzubilden. Dazu gehört auch China. Wie und ob du dich mit einem China-Anteil im Portfolio positionierst, bleibt aber selbstverständlich dir selbst überlassen.
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