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Das DAX-Rendite-Dreieck

Warum eine Investition in Aktien weniger risikoreich ist als viele Deutsche glauben.

Die Deutschen sparen für ihr Leben gern. Unsummen an Geld landen auf Sparbüchern, Konten und im Sparstrumpf zu Hause. Im heutigen Niedrigzins-Umfeld liefern diese traditionellen Formen des Sparens und der Altersvorsorge aber kaum noch Rendite, dennoch hat sich das Anlageverhalten der Deutschen nur unwesentlich geändert. Viele Experten empfehlen seit Langem die Investition in Aktien als gewinnbringende Alternative. Die meisten Deutschen scheuen aber Investitionen in den Kapitalmarkt, da sie befürchten, ihr Geld dort zu verlieren.

Dass eine Geldanlage in einen breit gestreuten Index, wie zum Beispiel den DAX, langfristig fast risikolos und dazu noch sehr gewinnbringend ist, zeigt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) mit seinem jährlich veröffentlichten Rendite-Dreieck.

Das DAI vertritt seit 1953 die Interessen der börsennotierten Unternehmen in Deutschland mit dem Ziel der Förderung von Aktien als Finanzierungs- und Anlageinstrument. Das Rendite-Dreieck ist eines seiner wesentlichen Marketinginstrumente und wird für den DAX und den Euro Stoxx 50 publiziert.

  

Das DAX-Rendite-Dreieck des DAI einfach erklärt

Das DAX-Rendite-Dreieck visualisiert die Entwicklung der Rendite deutscher Standardaktien in den letzten 50 Jahren. Es zeigt im Rückblick die jährliche Durchschnittsrendite nach beliebigen Kaufzeitpunkten und Anlagedauern. Je dunkler ein grünes Feld dargestellt wird, desto höher war die durchschnittliche Rendite; je dunkler ein rotes Feld, desto niedriger fiel sie aus.
 
DAX-Renditedreieck   
Am rechten Rand der Grafik, der vertikalen Achse, lesen Sie das Jahr des Kaufs ab. Auf der horizontalen Achse finden Sie das entsprechende Verkaufsjahr. Auf den ersten Blick wirft die Darstellung mehr Fragen auf als sie beantwortet. Wie also deuten Sie diese Grafik korrekt?

Nehmen wir als Beispiel das Jahr 2000: Wenn Sie im Jahr 2000 in den DAX investiert hätten, (abzulesen am rechten Rand der Grafik) und im Jahr 2001 wieder verkauft hätten (abzulesen am unteren Rand), hätten Sie einen durchschnittlichen Verlust von 7,5 Prozent pro Jahr hinnehmen müssen.

Hätten Sie hingegen erst im Jahr 2016 verkauft, hätten Sie ein Plus von 3,7 Prozent pro Jahr einstreichen können. In diesem Fall handelt es sich um ein Extrembeispiel, in dem Sie zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt – kurz vor einer Finanzkrise – gekauft haben. Hätten Sie beispielsweise 2004 gekauft und 2016 verkauft, hätten Sie sogar 10,3 Prozent pro Jahr einfahren können.

Beim Blick auf die Grafik stehen am äußeren Rand also jeweils 1-Jahresperioden. Je weiter der Blick nach unten rechts wandert, desto länger sind die Anlagezeiträume. Während bei den Jahresperioden einige dunkelrote Renditen zu finden sind, so erscheinen im unteren rechten Eck nur noch grüne Flächen.

Was sagt das DAX-Rendite-Dreieck nun konkret aus?

 

Die Kernaussagen des DAX-Rendite-Dreiecks

Je länger die Haltedauer der Aktien, desto besser. Mit zunehmender Haltedauer war der durchschnittliche Gewinn ausnahmslos positiv, unabhängig davon, wann Sie gekauft haben. Aktien zu kaufen bleibt zwar risikobehaftet, aber bei einem langen Anlagehorizont hat sich das Risiko in der Vergangenheit stets ausgezahlt. Eine breit gestreute Geldanlage in den DAX war spätestens nach 13 Jahren gewinnbringend. Wer sogar 30 Jahre Geduld mitbrachte, konnte sich über eine jährliche Rendite von 8,8 Prozent freuen.

Entgegen der Meinung vieler Deutscher lässt sich anhand des Rendite-Dreiecks feststellen, dass Investitionen in den Kapitalmarkt mit Köpfchen in der Vergangenheit ein durchaus begrenztes und abschätzbares Risiko in sich bargen und langfristig eine auskömmliche Rendite lieferten.

Natürlich lässt sich die Vergangenheit nicht eins zu eins auf die Zukunft projizieren. Jedoch bietet eine langfristige Betrachtung über so viele Jahre eine deutlich bessere Annäherung an das langfristige Risiko von Aktien als die meist üblichen fünf oder zehn Jahresbetrachtungen der vergangenen Jahre.

Wie Sie die besten DAX-ETFs finden, erfahren Sie in unserem Anlageleitfaden
 

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