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ETF-Portfolios einfach im Sparplan umsetzen: Broker senken Mindestsparraten

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Online Broker locken Anleger mit immer niedrigeren Mindestsparraten. So lässt sich kinderleicht und preiswert ein komplettes ETF-Portfolio besparen. Die Vorteile von Robo-Advisors und gemanagten Lösungen für ETF-Portfolios schwinden.

ETF-Portfolios einfach im Sparplan umsetzen: Broker senken Mindestsparraten Die monatliche Mindestsparrate gibt die Summe an, die Sie mindestens aufbringen müssen, um bei einem Online Broker in einen ETF Sparplan einzahlen zu können. 50 Euro gelten aktuell als Marktstandard. Die Monatsrate, die deutsche ETF-Sparer durchschnittlich in einen Sparplan stecken, liegt zwischen 150 und 200 Euro. Es sollte also kein Problem sein, die marktübliche Mindestsparrate zu erreichen. Ist es auch nicht – solange Sie nur einen einzelnen ETF besparen. Etwas komplizierter wird es bei einem gut strukturierten ETF-Portfolio mit fünf bis sechs ETFs, wo gegebenenfalls auch das sogenannte „Rebalancing” ins Spiel kommt. Da kann die Mindestsparrate schnell zum Problem werden. Bei einer Sparrate von 200 Euro im Monat würde der Kauf der kleinsten Position im Portfolio (z. B. 5% auf den MSCI Asia Pacific) nämlich gerade einmal 10 Euro kosten. Der Betrag läge somit unter der geforderten Mindestsparrate von 50 Euro. Diese Position fiele daher weg, da sie sich nicht besparen lässt. Hier ging der Punkt bisher klar an Robo-Advisors und gemanagte Portfolio-Lösungen. Denn dort können Kunden ihre Anlagestrategie mit Monatsraten ab 25 Euro umsetzen. Die Abwicklung läuft automatisch. Doch es tut sich was bei den Brokern, denn die Konkurrenz schläft bekanntlich nie.
 
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Online und Neo-Broker reagieren auf die stetig steigende Anzahl der ETF-Sparer

ETF Sparpläne haben durch die Corona-Krise Anfang des Jahres 2020 einen Aufschwung erfahren und einen regelrechten Hype ausgelöst. Die Online und Neo-Broker wurden dem Kundenansturm zwischenzeitlich kaum Herr. Wir haben damals im Artikel Online Broker am Limit darüber berichtet. Doch wie begegnen die Broker dieser Entwicklung heute? Wie holen sie die vielen Neukunden ab?  

comdirect, Consorsbank und Postbank waren traditionell die einzigen Broker mit einer geringen Mindestsparrate von 25 Euro, während sich der Großteil der Anbieter auf 50 Euro eingeschossen hatte. Jetzt haben die Neo-Broker nachgezogen: Trade Republic und Smartbroker sind direkt mit einer Mindestsparrate von 25 Euro an den Start gegangen. Trade Republic hat im September mit Einführung von über 1.000 Aktiensparplänen auch ihre Mindestsparrate für ETFs auf 10 Euro reduziert. Scalable Capital hat ihre Mindestsparrate Mitte August ebenfalls von 50 Euro auf 25 Euro pro Monat reduziert. Anfang Oktober hat der Neo-Broker nun auch seinen Mindestanlagebetrag bei Einmalinvestments von 500 Euro auf 250 Euro verringert. Das Ziel: eine breitere Investorenbasis ansprechen.

Diese Bewegung geht aber noch weiter: ING Deutschland hat angekündigt, die Mindestsparraten zum 1. November 2020 ganz abzuschaffen und damit allen Kunden den Einstieg ins Wertpapiersparen so einfach wie möglich zu machen. Faktisch wird der Betrag zwar bei 1 Euro liegen, dafür kann die ING damit außerhalb des typischen Preiskampfes unter den Brokern punkten. Das bedeutet: Andere Broker sind dann unter Zugzwang. Wir bleiben dran am Trend.
 
Unser Tipp: Detailinformationen zu allen Online Brokern finden Sie in unserem aktuellen ETF Sparplan Test 10/2020 sowie den einzelnen Online Broker-Erfahrungsberichten.
Im Oktober 2020 haben wir wie jedes Quartal unseren ETF Sparplan Test durchgeführt und die Broker auf Herz und Nieren geprüft. Besonderes Augenmerk auch diesmal: die ETF Sparplan- und Aktionsangebote. Unsere Datenbank haben wir entsprechend angepasst. So halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

 

Gleich 3 Neo-Broker sind Testsieger

Die neuen Broker Scalable Capital, Smartbroker und Trade Republic überzeugen auch in diesem Quartal. Sie haben die Bewertung „hervorragend” erhalten.

Scalable Capital hat sein Sparplanangebot auf über 1.300 ETFs erweitert und ist damit unter allen Brokern im Test führend. Alle über gettex handelbaren ETFs können dort gekauft und vor allem bespart werden. Die innovative Trading-Flatrate PRIME Broker ist bei Anlegern überaus beliebt und lohnt sich bereits ab drei Trades im Monat. Bei Depoteröffnung bis 31. Oktober 2020 bietet Scalable Capital derzeit sogar eine Cash-Prämie von 25 Euro an.

Auch Smartbroker hat sein Sparplanangebot um 57 ETFs ausgebaut. Darunter befinden sich vor allem Lyxor-ETFs, aber auch erstmals neue Produkte des Anbieters WisdomTree. Das kostenlose Sparplan-Aktionsangebot wurde um 33 ETFs auf 273 ETFs aufgestockt, hinzu kamen 9 BNP Paribas Easy-ETFs sowie 27 Lyxor-ETFs. Smartbroker macht gerade prominente Werbung für sein aktuelles Gewinnspiel: Jeder Trade über den Handelspartner gettex zählt als ein Los und ermöglicht Gewinnchancen auf Apple-Produkte wie ein MacBook Air, ein iPad Pro oder ein iPhone 11. Das Gewinnspiel läuft bis 15. November 2020.

Trade Republic ist Vorreiter unter den Neo-Brokern und hält mit seinen kostenlosen ETF Sparplänen für alle iShares-ETFs ein unschlagbares Angebot bereit – und das ab einer sehr niedrigen Sparrate von nur 10 Euro pro Monat. Beim Einmalkauf gibt es keine Mindestordergröße, allerdings fällt 1 Euro Fremdkostenpauschale an. Damit steht Trade Republic außer Konkurrenz.

 

Klassische Broker comdirect und Consorsbank weiterhin führend mit Testsiegel „hervorragend”

Die Consorsbank hat ihre beliebte kostenlose Sparplanaktion erneut deutlich ausgebaut, die aktuell 275 ETFs umfasst. Produkte von Amundi ETF, Lyxor und Xtrackers dominieren nun ihr Repertoire. Außerdem wurde der Sparplanumfang auf 558 ETFs erweitert: Knapp 50 neue Lyxor-Produkte kamen dazu. 

Neu- und Bestandskunden können sich jetzt 20 Euro Prämie für den ersten Wertpapiersparplan sichern. Mehr Informationen finden Sie im aktuellen Consorsbank-Erfahrungsbericht.

Der Umfang des Starpartner-Programms für kostenlose Einmalkäufe bleibt unverändert bei rund 50 Produkten und wird von den Anbietern Amundi ETF, BNP Paribas Easy und iShares getragen. 
 
comdirect fährt weiterhin ihr sogenanntes „Top-Preis-ETF-Angebot” für 3,90 Euro pro Order oder kostenlos im Sparplan mit aktuell 135 ETFs der wichtigsten Anbieter. Das Sparplanangebot wurde nochmals um 11 neue Lyxor-Produkte auf 611 ETFs erhöht.

 

Lyxor ETF weitet seine Sparplan-Präsenz stark aus

Im dritten Quartal 2020 gab es weitere nennenswerte Änderungen bei den ETF-Angeboten der Online Broker. Unsere Testurteile finden Sie im ETF Sparplan Test zusammengefasst. Auffällig: Der ETF-Anbieter Lyxor ETF hat sein Angebot bei fast allen Brokern massiv aufgestockt, unter anderem bei comdirect, Consorsbank, DKB Bank, flatex, onvista bank, 1822direkt und Smartbroker. Damit sichert sich Lyxor ETF eine bedeutende Position bei den ETF Sparplan- und Aktionsangeboten fast aller deutschen Online Broker.

 

ETF-Angebote der Online Broker in der Übersicht

Quelle: justETF Research; Stand: 30.09.2020