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Globale Aktienstrategien mit ETFs

Weltweit investieren mit den richtigen Aktienstrategien

Globale Aktien-Strategien mit ETFsWer weltweit in Aktien investieren möchte, dem bieten sich mit ETFs mittlerweile viele Möglichkeiten. Der unter ETF-Investoren wohl bekannteste Index für weltweites Investieren ist der MSCI World. Damit sind Sie mit nur einem ETF breit gestreut investiert. Alternativ bietet Ihnen das heutige ETF-Produktuniversum auch ganze Portfolios aus ETFs. Das Ziel: eine weltweite Aktienanlage.

Doch wie kommt Struktur ins eigene Portfolio? Wie stellen Sie Ihr Portfolio strategisch richtig auf?

Die Aktienstrategien von justETF helfen dabei, diese Fragen zu beantworten. Zunächst geben wir Ihnen eine Einführung und erklären, wie wir an die Konstruktion unserer Strategien herangegangen sind. Diese Musterportfolios für Aktienstrategien können Sie sowohl als Beispiele, Inspirationsquellen oder ganz einfach als Fertiglösungen verwenden. Ihr Wunsch-Portfolio ist noch nicht dabei? Kein Problem, jedes der Portfolios können Sie als Ausgangsbasis nutzen und individuell nach Ihren Vorstellungen anpassen.

 

Portfolio-Ansätze: Welche Strategien gibt es?

Jede unserer Portfolio-Strategien hat grundsätzlich zum Ziel, die weltweiten Aktienmärkte abzudecken. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich darin unterscheiden, wie genau die Abbildung ist und wie viele ETFs nötig sind.

 

Global-Ansatz

Die globale Aktienstrategie zielt darauf ab, die weltweiten Aktienmärkte mit nur wenigen ETFs nachzubilden. Die verschiedenen Strategien können sogar mit nur zwei ETFs eine globale Abbildung erreichen, die eine solide Diversifikation aufweist. Typischerweise besteht ein Portfolio mit Welt-Ansatz aus einem ETF auf Industrieländer und einem ETF auf Schwellenländer.

Wichtig: Globales Investieren bedeutet keineswegs, dass Aktien aus sämtlichen Ländern der Erde ins Portfolio gehören. Es soll lediglich der investierbare Markt abgedeckt werden. Die meisten Portfolios bilden daher nur die Wertentwicklung von Aktien aus zirka 48 Ländern ab. Im Rest der Welt ist eine systematische Geldanlage aufgrund unterentwickelter Kapitalmärkte und einschränkender staatlicher Regulierungen derzeit nicht oder nur unter unverhältnismäßigen Risiken möglich. Nicht in den Portfolios enthalten sind beispielsweise große Teile Afrikas und Südamerikas.

 

Regionen-Ansatz

Beim Regionen-Ansatz werden die weltweiten Aktienmärkte auf Basis der einzelnen Regionen abgebildet und gewichtet. Anstelle einer Investition in Industrieländer werden also ETFs auf die Regionen Europa, USA und Asien/Pazifik gekauft. Die Schwellenländer (engl. „Emerging Markets”) werden in diesem Ansatz weiterhin als eine Region betrachtet.

Der Vorteil dieser Strategie: Durch Aufnahme einzelner Regionen wird eine genauere Abbildung erzielt. Der Regionen-Ansatz macht es zum Beispiel möglich, die Gewichtung nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) genau auf die verschiedenen Regionen im Bereich Industrieländer anzupassen. Für Anleger, die einzelne Regionen im Portfolio unter- oder übergewichten wollen, bietet dieser Ansatz zusätzliche Flexibilität.

 

Länder-Ansatz

Beim Länder-Ansatz werden nur die wichtigsten fünf Länder des Anlageuniversums, also Länder mit dem höchsten Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung beziehungsweise dem weltweiten BIP, in das ETF-Portfolio aufgenommen. Da diese meist einen großen Anteil an der gesamten Wertentwicklung haben, gelingt auch mit diesem Ansatz eine näherungsweise Abbildung der Aktienmärkte. Zudem können Sie als Anleger auf hochliquide Standard-Indizes zurückgreifen. Ein Nachteil des Länder-Ansatzes: Die Portfolios sind durch die Fokussierung auf einzelne Länder stärker von deren individueller Entwicklung abhängig.

 

Was sind die möglichen Gewichtungsmethoden?

Auch bei der Frage, wie die verschiedenen ETFs im Portfolio zu gewichten sind, gibt es verschiedene Ansätze. Im Folgenden stellen wir die von uns verwendeten Gewichtungsmethoden vor und gehen auf deren mögliche Vor- und Nachteile ein.

 

Gewichtung nach Marktkapitalisierung

Bei der Gewichtung nach Marktkapitalisierung wird jeder Titel entsprechend seinem Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung des Anlageuniversums gewichtet. Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus dem Produkt des Börsenkurses und der Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile eines Unternehmens. Unternehmen mit einem hohen Börsenwert werden also entsprechend hoch im Portfolio gewichtet, während Unternehmen mit einem kleinen Börsenwert nur einen geringen Teil des Portfolios ausmachen. Dies entspricht einem rein passiven Investment-Ansatz. Nach dieser Gewichtungsmethode entfallen 85 Prozent des Portfolios auf Industrieländer und 15 Prozent auf Schwellenländer.

Für eine Gewichtung nach Marktkapitalisierung spricht vor allem die Funktionalität dieses Ansatzes. Rebalancing ist – zumindest in reinen Aktienportfolios – nicht notwendig. Ihr Portfolio entwickelt sich ganz automatisch parallel zu den weltweiten Aktienmärkten.

 

Gewichtung nach Bruttoinlandsprodukt

Bei der BIP-Gewichtung werden einzelne Länder oder Regionen nach ihrem Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt gewichtet. Das Bruttoinlandsprodukt eines Landes gibt den Gesamtwert aller innerhalb eines Jahres erbrachten Wertschöpfungen an. Die Gewichtung orientiert sich also an der wirtschaftlichen Leistung der Länder beziehungsweise Regionen.

Durch eine Gewichtung nach BIP entsteht eine höhere Ausrichtung auf Aktien aus Schwellenländern. Deren Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt ist mit 35 Prozent deutlich größer als der Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung. Auch die Gewichtung der USA verändert sich stark. Während sie in unserem Marktkapitalisierungs-Ansatz noch mit 50 Prozent gewichtet sind, machen sie in BIP-Portfolios nur knapp 30 Prozent aus.

 

Vergleich: Gewichtung der Regionen nach Marktkapitalisierung und BIP

  Marktkapitalisierung BIP
USA 55% 30%
Europa 23% 25%
Asien/Pazifik 12% 10%
Schwellenländer 15% 35%
Quelle: International Monetary Fund; Invesco

Die hohe Gewichtung von Schwellenländern kann je nach Betrachtungsweise ein Vor- oder Nachteil sein. Schwellenländer-Aktien weisen generell ein höheres Risiko auf als Aktien aus Industrienationen, da sie stärkeren politischen Risiken ausgesetzt sind. Im Gegenzug ist von ihnen aber auch eine höhere Rendite zu erwarten. 
 
Ein Nachteil der BIP-Gewichtung: Sie funktioniert nur auf Ebene der Portfolios. Die einzelnen ETFs verwenden weiterhin ihre eigenen Gewichtungsmethoden. So ist im Emerging Markets-ETF Südkorea zum Beispiel höher gewichtet als Indien, obwohl Indien das größere Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet.

 

Die Musterportfolios für Aktienstrategien im Überblick

Hier finden Sie eine Auflistung aller Musterportfolios für Aktienstrategien.
 
Portfolio Beschreibung Portfolio-Profil
Aktien Welt Top 4 Regionen Marktkapitalisierung, Industrieländer zum Portfolio
Aktien Welt Top 3 Regionen Marktkapitalisierung, Industrieländer zum Portfolio
Aktien Welt Top 5 Länder Marktkapitalisierung, Industrieländer zum Portfolio
Aktien Welt + EM Top 5 Regionen Marktkapitalisierung, Industrie- und Schwellenländer zum Portfolio
Aktien Welt + EM Top 4 Regionen Marktkapitalisierung, Industrie- und Schwellenländer zum Portfolio
Aktien Welt BIP Top 5 Regionen BIP-gewichtet, Industrie- und Schwellenländer zum Portfolio
Aktien Welt BIP Top 4 Regionen BIP-gewichtet, Industrie- und Schwellenländer zum Portfolio
Aktien Welt BIP Top 5 Länder BIP-gewichtet, Industrie- und Schwellenländer zum Portfolio
 

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