Dividendenstarke ETFs als passive Einkommensquelle

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Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) mit attraktiver Ausschüttungsrendite eignen sich hervorragend als passive Einkommensquelle. Wir sagen Ihnen worauf Sie achten müssen und wie Sie die besten ETFs finden.

Dividendenstarke ETFs als passive Einkommensquelle Aktienkursgewinne und Hochs an den Börsen finden in den Medien ständig Aufmerksamkeit. Seltener wird dagegen über die laufenden Erträge der Wertpapiere gesprochen - Dividenden.
 
Doch die Wiederanlage laufender Erträge aus Dividenden und Zinsen können beim Vermögensaufbau den Unterschied machen. Immer mehr Anleger suchen außerdem Wege, wie sie sich ihr Depot als passives Einkommen zunutze machen können.
 
In der Vergangenheit übernahmen meist Tages- oder Termingelder diese Aufgabe. Doch in Zeiten von Niedrigzinsen müssen sich Anleger nach Alternativen umschauen.
 
Dividendenstarke Aktien rücken deshalb auf der Suche nach neuen Einkommensquellen immer mehr in den Fokus. Börsengehandelte Indexfonds - auch Exchange Traded Funds (ETFs) genannt - bieten eine flexible und kostengünstige Art solche Titel in das Depot zu integrieren.
 
 

Dividenden unter ferner liefen

Einige Privatanleger kaufen sich diverse Einzelaktien, um dadurch Erträge aus Dividendenausschüttungen im Depot zu generieren. Sie glauben, dass sie in der Lage sind die Aktien mit den besten Aussichten auf Dividenden heraus zu picken. Doch gerade Laien setzen sich hier der Gefahr aus, auf das falsche Pferd zu setzen. Studien haben gezeigt, dass die meisten Anleger es damit wohl nicht schaffen werden den Markt zu schlagen.
 
Der Kauf eines Depots aus Blue-Chip-Aktien kann aufgrund von Handelskosten und auch der steuerlichen Handhabung von Dividenden bei ausländischen Aktien teuer und aufwändig werden. Zudem ist selbst ein relativ großes Portfolio aus 30 bis 40 Aktien nicht so breit gestreut wie ein ETF auf so manchen Marktindex.
 
Eine weitere Alternative ist ein aktiv gemanagter Dividenden-Fonds, der eine dem Marktindex vergleichbare Streuung bieten kann. Eine Handvoll Fondsmanager kann auch auf eine Outperformance der Benchmark zurückblicken.
 
Die meisten aktiven Fonds sind jedoch nicht in der Lage den Markt zu schlagen. Unabhängig davon, ob der Manager gute oder schlechte Arbeit leistet, müssen Sie als Anleger jedes Jahr eine beträchtliche Summe an Managementgebühren zahlen. Dazu kommen noch die versteckten Kosten, wie zum Beispiel hohe Transaktionskosten, wenn der Fondsmanager viel handelt.
 
 

ETFs: Die überlegene passive Einkommensquelle

Aus diesem Grund glauben wir, dass ein Portfolio aus gut ausgewählten ETFs die beste Allround-Lösung für ein passives Einkommen ist.
 
ETFs bieten Anlagemöglichkeiten für die unterschiedlichsten Einkommensquellen. Neben Dividendenzahlungen aus Aktien, können Sie auch Ausschüttungen aus anderen Vermögenswerten, wie zum Beispiel Staatsanleihen oder Immobilien, erhalten. Und mit einem ETF haben Sie Ihre Vermögenswerte in viele Einzelinvestments gestreut, die regelmäßig anhand der Indexkriterien überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
 
So können Sie bereits mit wenigen ETFs ein Ertragsdepot weit billiger, risikoärmer und pflegeleichter als mit dem Kauf von mehreren Dutzend Einzelaktien umsetzen. Dazu kommt noch, dass Sie auch viel Geld an jährlichen Kosten sparen, weil ETFs einfach viel günstiger sind als aktiv gemanagte Fonds.
 
Das bedeutet mehr Einkommen für Sie, um zu investieren oder auszugeben.
 
 

Nicht nur Dividenden-ETFs bieten attraktive Ausschüttungen

Sobald Sie sich entschieden haben in ETFs zu investieren, beginnt die Suche nach dem richtigen ETF.
 
Als Anleger in ETFs profieren Sie immer von den Dividenden- oder Zinszahlungen der investierten Vermögenswerte. Abhängig von der Ausschüttungspolitik des ETFs werden die Erträge ausgeschüttet oder wieder reinvestiert (thesauriert). Für ein Ertragsdepot kommen daher insbesondere ausschüttende ETFs in Frage. So lohnt es sich auch gängige Marktindizes, wie den Dax oder MSCI World,  für ein Ertragsdepot ins Auge zu fassen. 

Neben den klassischen Marktindizes stehen spezielle Dividenden-ETFs zur Verfügung. Diese selektieren dividendenstarke Aktien eines Landes oder einer Region nach bestimmten Kriterien. Die Ansätze unterscheiden sich jedoch teils deutlich. Es empfiehlt sich vor einem Investment die Index-Methoden genauer anzuschauen. Unsere Einführung in die globalen und europäischen Dividenden-ETFs gibt Ihnen hier einen schnellen Überblick.

 

Dividendenrendite erklärt

Die Dividendenrendite - oder Ausschüttungsrendite - gilt als Messgröße für das Ertragspotenzial eines ETFs. Sie bezieht sich auf die Ausschüttung eines ETFs im Verhältnis zu dessen Kurs:
 
Ausschüttungsrendite = Ausschüttung der letzten 12 Monate pro Anteil / Kurs

Wenn ein ETF eine Ausschüttung in Höhe von EUR 0,47 zahlt und EUR 22,23 kostet, dann ist die Ausschüttungsrendite:
 
EUR 0,47 / EUR 22,23 = 2,11%

Bei der Ausschüttungsrendite wird zwischen der historischen und der aktuellen Ausschüttungsrendite unterschieden. Die historische Ausschüttungsrendite blickt auf die Dividenden der letzten 12 Monate im Verhältnis zum Kurs vor 12 Monaten zurück. Sie kann aber auch auf Jahresbasis berechnet werden. Da Kurse schwanken, gibt der jährliche absolute Ausschüttungsbetrag oft einen besseren Eindruck der Beständigkeit.
 
Die aktuelle Ausschüttungsrendite hingegen versucht eine Prognose für die kommenden 12 Monate im Verhältnis zum aktuellen Börsenkurs zu geben. Eine gute Schätzung für zukünftige Ausschüttungen sind auch die Werte der vergangenen 12 Monate.
 
Wenn Sie heute eine Anlageentscheidung treffen, interessieren Sie sich für die künftigen Erträge und somit für die aktuelle Ausschüttungsrendite. Denken Sie daran, dass das für Aktien immer nur eine Schätzung oder Indikation ist und keine Garantie. Das ist ein bedeutender Unterschied im Vergleich zu den einfacher vorhersagbaren Erträgen aus Schuldverschreibungen oder festverzinslichen Sparkonten.
 
Eine hohe Dividendenrendite bedeutet nicht zwangsläufig immer die beste Anlage - auch nicht für ein Ertragsdepot. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Höhe der Erträge ungewiss, oder die Kursschwankungen zu stark sind. Bedenken Sie auch, dass Erträge nur eine Einnahmequelle von potentiellen Gewinnen bei Aktieninvestments sind. Ein ETF mit einer niedrigeren Ausschüttungsrendite kann aufgrund von Kursgewinnen insgesamt eine höhere Rendite erzielen.
 
Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Ausschüttungsrendite ein guter Einstiegspunkt für die Suche nach interessanten ETFs für ein Ertragsdepot. Unsere Top 50 Listen von ETFs mit den höchsten Ausschüttungsrenditen geben Ihnen einen ersten Überblick.
 
 

Die Dividendenjagd kann beginnen

Starten Sie jetzt einen Vergleich von Ausschüttungsrenditen mit justETF. In unserer ETF Suche finden Sie historische und aktuelle Ausschüttungsrenditen aller ETFs und deren jährliche Ausschüttungsbeträge.

Viel Spaß beim Investieren!

Angaben zu Ausschüttungen auf ETF Profilen bei justETF

Aktuelle und historische Dividendenrendite für ETFs
Quelle: justETF.com