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Dividendenstarke ETFs als passive Einkommensquelle

justETF.com

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) mit attraktiver Ausschüttungsrendite eignen sich hervorragend als passive Einkommensquelle. Wir sagen Ihnen worauf Sie achten müssen und wie Sie die besten ETFs finden.

Dividendenstarke ETFs als passive Einkommensquelle Aktienkursgewinne und Hochs an den Börsen finden in den Medien ständig Aufmerksamkeit. Seltener wird dagegen über die laufenden Erträge der Wertpapiere gesprochen, die Dividenden.
 
Laufende Erträge aus Dividenden und Zinsen wieder anzulegen, kann  beim Vermögensaufbau aber den entscheidenden Unterschied machen. Immer mehr Anleger suchen außerdem Wege, sich ihr Depot als passives Einkommen zunutze machen zu können.
 
In der Vergangenheit haben diese Aufgabe meist Tages- oder Termingelder übernommen. Doch in Zeiten von Niedrigzinsen müssen sich Anleger nach Alternativen umschauen.
 
Neue Einkommensquelle: dividendenstarke Aktien. Börsengehandelte Indexfonds – auch Exchange Traded Funds (ETFs) genannt – bieten eine flexible und kostengünstige Art, solche Titel ins Depot zu integrieren.

 

Die Wahl der passiven Einkommensquelle

Einige Privatanleger kaufen sich diverse Einzelaktien, um dadurch Erträge aus Dividendenausschüttungen im Depot zu generieren. Sie glauben, dass sie in der Lage sind, genau die Aktien mit den besten Aussichten auf Dividenden heraus zu picken. Doch gerade Laien setzen damit oft auf das falsche Pferd.
 
Der Kauf eines Depots aus Blue Chip-Aktien – also Aktien aus Unternehmen mit besonders hohem Wert – kann aufgrund von Handelskosten und auch der steuerlichen Handhabung von Dividenden bei ausländischen Aktien teuer und aufwändig werden. Zudem ist selbst ein relativ großes Portfolio aus 30 bis 40 Aktien nicht so breit gestreut wie ein ETF auf so manchen Markt-Index.
 
Eine weitere Alternative ist ein aktiv gemanagter Dividenden-Fonds, der eine dem Markt-Index vergleichbare Streuung bieten kann. Eine Handvoll Fondsmanager kann auch auf eine bessere Wertentwicklung als die seines Vergleichsindex (Outperformance der Benchmark) zurückblicken.
 
Die meisten aktiven Fonds sind jedoch nicht in der Lage, den Markt zu schlagen. Unabhängig davon, ob der Manager gute oder schlechte Arbeit leistet, müssen Sie als Anleger jedes Jahr eine beträchtliche Summe an Management-Gebühren zahlen. Dazu kommen noch die versteckten Kosten, wie zum Beispiel hohe Transaktionskosten, wenn der Fondsmanager viel handelt.
 
 

ETFs: die überlegene passive Einkommensquelle

Unser Fazit: Ein Portfolio aus gut ausgewählten ETFs die beste Allround-Lösung für ein passives Einkommen.
 
ETFs bieten Anlagemöglichkeiten für die unterschiedlichsten Einkommensquellen. Neben Dividendenzahlungen aus Aktien können Sie auch Ausschüttungen aus anderen Vermögenswerten, wie zum Beispiel Staatsanleihen oder Immobilien, erhalten. Mit einem ETF haben Sie Ihre Vermögenswerte in viele Einzelinvestments gestreut, die regelmäßig anhand der Index-Kriterien überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
 
Die Vorteile von nur wenigen ETFs gegenüber dem Kauf von mehreren Dutzend Einzelaktien: So können Sie weit kostengünstiger, risikoärmer und pflegeleichter ein Ertragsdepot umsetzen. Weiterer Pluspunkt: Sie sparen viel Geld bei jährlichen Kosten, weil ETFs viel günstiger sind als aktiv gemanagte Fonds. Das bedeutet mehr Einkommen für Sie, um zu investieren oder es auszugeben.

 

Nicht nur Dividenden-ETFs bieten attraktive Ausschüttungen

Sobald Sie sich entschieden haben, in ETFs zu investieren, beginnt die Suche nach dem richtigen ETF.
 
Als Anleger in ETFs profitieren Sie immer von den Dividenden- oder Zinszahlungen der investierten Vermögenswerte. Abhängig von der Ausschüttungspolitik des ETFs werden die Erträge ausgeschüttet oder wieder reinvestiert (thesauriert). Für ein Ertragsdepot kommen daher insbesondere ausschüttende ETFs in Frage. So lohnt es sich auch, gängige Marktindizes wie den Dax oder MSCI World für ein Ertragsdepot ins Auge zu fassen.

Neben den klassischen Markt-Indizes stehen spezielle Dividenden-ETFs zur Verfügung. Diese selektieren dividendenstarken Aktien eines Lands oder einer Region nach bestimmten Kriterien. Die Ansätze unterscheiden sich jedoch teils deutlich. Es empfiehlt sich vor einem Investment, die Index-Methoden genauer anzuschauen. Unsere Einführung in die globalen Dividenden-ETFs und europäischen Dividenden-ETFs gibt Ihnen hier einen schnellen Überblick.

 

Dividendenrendite erklärt

Die Dividendenrendite – oder Ausschüttungsrendite – gilt als Messgröße für das Ertragspotenzial eines ETFs. Sie bezieht sich auf die Ausschüttung eines ETFs im Verhältnis zu dessen Kurs:
 
Ausschüttungsrendite = Ausschüttung der letzten 12 Monate pro Anteil / Kurs

Wenn ein ETF eine Ausschüttung in Höhe von 0,47 Euro zahlt und 22,23 Euro kostet, dann ist die Ausschüttungsrendite:
 
0,47 EUR / 22,23 EUR = 2,11%

Bei der Ausschüttungsrendite wird zwischen der historischen und der aktuellen Ausschüttungsrendite unterschieden. Die historische Ausschüttungsrendite blickt auf die Dividenden der letzten zwölf Monate im Verhältnis zum Kurs vor zwölf Monaten zurück. Sie kann aber auch auf Jahresbasis berechnet werden. Da Kurse schwanken, gibt der jährliche absolute Ausschüttungsbetrag oft einen besseren Eindruck der Beständigkeit.
 
Die aktuelle Ausschüttungsrendite hingegen versucht eine Prognose für die kommenden zwölf Monate zu geben und setzt die Ausschüttungen der vergangenen zwölf Monate ins Verhältnis zum aktuellen Börsenkurs.
 
Wenn Sie heute eine Anlage-Entscheidung treffen, sollten Sie sich auch für die künftigen Erträge und somit für die aktuelle Ausschüttungsrendite interessieren. Denken Sie aber daran: Für Aktien ist das immer nur eine Schätzung oder Indikation,  jedoch keine Garantie. Das ist ein bedeutender Unterschied im Vergleich zu den einfacher vorhersagbaren Erträgen aus Schuldverschreibungen oder festverzinslichen Sparkonten.
 
Eine hohe Dividendenrendite bedeutet nicht zwangsläufig die beste Anlage – auch nicht für ein Ertragsdepot. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Höhe der Erträge ungewiss oder die Kursschwankungen zu stark sind. Auch wichtig zu beachten: Erträge sind nur eine Einnahmequelle von potenziellen Gewinnen bei Aktieninvestments. Ein ETF mit einer niedrigeren Ausschüttungsrendite kann aufgrund von Kursgewinnen insgesamt eine höhere Rendite erzielen.
 
Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Ausschüttungsrendite ein guter Einstiegspunkt für die Suche nach interessanten ETFs für ein Ertragsdepot. Unsere Top 50 Listen von ETFs mit den höchsten Ausschüttungsrenditen geben Ihnen einen ersten Überblick.
 
 

Die Dividendenjagd kann beginnen

Starten Sie jetzt einen Vergleich von Ausschüttungsrenditen mit justETF. In unserer ETF Suche finden Sie historische und aktuelle Ausschüttungsrenditen aller ETFs und deren jährliche Ausschüttungsbeträge.

Viel Spaß beim Investieren!

 

Angaben zu Ausschüttungen auf ETF-Profilen bei justETF

Aktuelle und historische Dividenden-Renditen für ETFs
Quelle: justETF.com; Stand: 19.04.2018