ETF-Depot: Die Voraussetzung für den ETF-Kauf

Ein Depot ermöglicht den Handel von ETFs

Wenn Sie in ETFs investieren möchten, benötigen Sie zunächst ein Depot bei einer Bank oder einem Online Broker. Stellen Sie sich ein Depot wie ein Konto vor. Es wird jedoch nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr verwendet, sondern es werden darin Wertpapiere wie Aktien oder ETFs verwahrt.

 

So funktioniert ein Depot

Der benötigte Geldbetrag für den ETF-Kauf wird vom Verrechnungskonto abgebucht. Dies kann zum Beispiel Ihr Girokonto sein. Die erworbenen ETF-Anteile werden im Gegenzug in Ihr Depot eingebucht.
  So funktioniert ein Depot
Dementsprechend wird bei einem Verkauf der Erlös dem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Auch Ausschüttungen, wie Dividenden, werden dem Verrechnungskonto gutgeschrieben und Sie können darüber verfügen.

Sie erhalten zu jeder Transaktion einen Beleg, aus dem hervorgeht, zu welchem Kurs der Kauf erfolgt ist und welche Kosten angefallen sind.

 

Online Broker bieten meist kostenloses Depot

Ein Depot können Sie bei einer Bank, Sparkasse oder bei einem Online Broker eröffnen. Online Broker bieten meistens die besten Konditionen an. Sie erheben gewöhnlich keine Depotgebühren und die Handelskosten sind besonders niedrig.

Einen detaillierten Überblick über die unterschiedlichen Gebührenmodelle von Online Brokern finden Sie in unserem Online Broker Vergleich.

Vorteile von Online Brokern
 
  • Keine Depotgebühr
  • Günstige Ordergebühren
  • Aktionspreise für ETFs

Ein wichtiger Aspekt sind auch die Aktionsangebote der Online Broker. Im Rahmen solcher Aktionen können Sie ausgewählte ETFs zu deutlich günstigeren Konditionen handeln. Damit senken Sie die Gebühren weiter.
 
Gebühren sind der am einfachsten beeinflussbare Faktor!
Viele Faktoren liegen außerhalb der Kontrolle eines Anlegers. Zentralbanken, Politiker und Unternehmen fällen Entscheidungen, die die Kursentwicklungen positiv oder negativ beeinflussen.

Wie viel Gebühren Sie als Anleger zahlen, bestimmen Sie jedoch selbst.

Falls Sie bereits ein Depot besitzen, dieses jedoch zu teuer ist, empfiehlt sich ein Depotumzug. Dies ist für Sie kostenfrei und mit kaum Aufwand verbunden, da sich die neue Depotbank um den Wertpapierübertrag kümmert.
 

Welche Vorteile bietet ein eigenes Depot?

Ein Wertpapierdepot bietet Ihnen Vorteile bei der Do-it-Yourself Geldanlage.

Die Alternativen sind häufig intransparent und haben viel höhere Kosten. Dazu zählen zum Beispiel Vermögensaufbauprodukte im Versicherungsmantel. Damit genießen Sie nicht die Vorteile eines Depots:
 
Transparenz
Wie bei Ihrem Girokonto haben Sie beim Depot jederzeit Einblick in alle Transaktionen. Sie sehen was vor sich geht und haben Kontrolle über die Wertentwicklung.
 
Sicherheit
Anders als bei einem Tagesgeldkonto, ist man bei einem Depot nicht abhängig von der Bonität der Bank. Selbst wenn die Bank pleite geht, hat dies keinen Einfluss auf die Wertpapiere, die man im Depot verwahrt.
 
Vorsicht bei Versicherungslösungen
Fondsgebundene Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen werden oft als langfristige Anlageprodukte angeboten. Geht ein Versicherer pleite, ist Ihr Geld hier nicht unbedingt sicher!
Kosteneffizienz
Ein Depot ist eine simple und schlanke Lösung. Dies äußert sich insbesondere bei den Kosten. Wie bereits angemerkt, sollten bei einem Wertpapierdepot keine monatlichen oder jährlichen Gebühren anfallen, sondern Kosten nur entstehen, wenn Sie tatsächlich Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Für den Handel stehen Ihnen verschiedene Börsen zur Verfügung.
 
Flexibilität
Sie, der Anleger haben Zugriff auf das Depot und alles was sich darin befindet. Wenn Sie Geld benötigen, können Sie jederzeit Bestände an der Börse verkaufen und Liquidität schaffen.
 
Erleichterung administrativer Aufgaben
Die Depotbank nimmt Ihnen viele administrative Aufgaben ab. So erledigen deutsche Depotbanken die steuerliche Abwicklung für Sie und führen Steuerabgaben automatisch an den Fiskus ab.
 
Vorsicht mit ausländischen Brokern
Zwar gibt es bei ausländischen Brokern häufig sehr attraktive Gebührenmodelle, jedoch erhöht sich damit meist die administrative Belastung. Sie müssen steuerlich relevante Erträge in der Regel selbst dokumentieren und melden.

 

Wie eröffne ich ein Depot?

Für die Eröffnung eines Depots ist eine Identitätsprüfung des Antragstellers notwendig. Diese erfolgt gewöhnlich durch das Postident-Verfahren. Die meisten Anbieter bieten neuerdings eine sogenannte Soforteröffnung an. Ihre Identität wird hierbei online via Webcam überprüft. In der folgenden Tabelle ist zusammengefasst, welche Anbieter die Online-Identifikation bereits unterstützen.
Broker Online-Identifikation möglich Online-Prozess
ohne Einsendung von Dokumenten per Post
Durchschnittl. Dauer der Depoteröffnung
comdirect ETF Depot   ja   ja 1 Woche
Consorsbank ETF Depot   ja   ja 1 Woche
Flatex ETF Depot   ja   ja 1 Woche
ING Diba ETF Depot   ja   ja 1 Woche
Maxblue ETF Depot   ja   ja 1 Woche
Onvista Bank ETF Depot   nein   nein 1 Woche
S Broker ETF Depot   ja   nein 1 Woche
Targo Bank ETF Depot   ja   ja 1 Woche

Generell geht eine Depoteröffnung schnell vonstatten. Der Zeitaufwand beträgt gewöhnlich unter 15 Minuten. 

Wie kaufe ich jetzt einen ETF? Diese und weitere Fragen zum ETF-Handel klären wir im Artikel Wie funktioniert der ETF-Handel. Dort erklären wir die wichtigsten Fachbegriffe und geben Ihnen Tipps und Tricks zum ETF-Kauf.