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Die richtige ETF-Auswahl: Tipps und Tricks

In der justETF-Datenbank gibt es mittlerweile weit über 1.000 ETFs. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten. Wir geben Ihnen Tipps und Tricks, wie Sie schnell den richtigen ETF für Ihr Anlageziel finden.

Bevor Sie mit der tatsächlichen ETF-Auswahl beginnen, bestimmen Sie zuerst Ihren Anlagefokus. Dabei entscheiden Sie sich für eine Anlageklasse (wie zum Beispiel Aktien, Rohstoffe oder Renten) und legen deren Gewichtung in Ihrem Portfolio fest. Zudem überlegen Sie, welche weiteren Kriterien Ihren Anlagefokus eingrenzen.
Wollen Sie beispielsweise in Aktien investieren, müssen Sie zunächst entscheiden, wo Sie investieren. Sie können entweder in den gesamten Aktienmarkt einer Region, in ein einzelnes Land oder nur in eine bestimmte Branche investieren.
 
Unser Tipp: Streuen Sie Ihr Geld breit auf viele Unternehmen in unterschiedlichen Regionen. Am einfachsten geht das
mit einem ETF auf die „Welt“.
Nachdem Sie Ihren Anlagefokus definiert haben, fahren Sie mit der Index-Auswahl fort. Für den Aufbau eines breit gestreuten Portfolios eignen sich breite Markt-Indizes am besten.

Sobald Sie einen oder mehrere Indizes ausgewählt haben, können Sie die verfügbaren ETFs auf justETF vergleichen.

  

ETF/Fonds auswählen

Anlagefokus bestimmen
Quelle: justETF.com


 
ETF-Anlageleitfäden für Länder und Themen
Bei der Auswahl des richtigen Index helfen die justETF-Investment Guides. Diese ETF-Anlageleitfäden zeigen Ihnen, wie Sie mit ETFs in den Aktienmarkt einzelner Länder oder in verschiedene Themen investieren können. Mit Index-Vergleichen und Ranglisten finden Sie schnell einen Einstieg in die ETF-Auswahl.

 

ETF-Auswahlkriterien

Sie haben einen passenden Index gefunden? Super, dann geht es nun weiter mit der spannenden Frage: Welcher Fonds ist der richtige für mich? Und worauf kommt es dabei an?

Bei der ETF-Auswahl spielen viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle, die unten stehend im Detail beleuchtet sind. Entscheiden Sie nach Ihren individuellen Bedürfnissen, welche ETFs zu Ihrer Anlagestruktur passen und auch, wie Sie die einzelnen Kriterien priorisieren möchten.

 

Auswahlkriterien für Ihren ETF: Das sollten Sie beachten

  • Fondsvolumen
  • Fondsalter
  • Laufende Kosten
  • Tracking-Qualität
  • Wertentwicklung
  • Börsen-Liquidität
  • Steuerstatus
  • Fondsdomizil
  • Ertragsverwendung
  • Replikationsmethode
  • Fondsanbieter
  • Sparplanfähigkeit
  • Handelskosten


 

Fondsvolumen (mind. 100 Mio. EUR)

Das Fondsvolumen bestimmt die Wirtschaftlichkeit eines Fonds. Ist das Fondsvolumen eines ETFs auf Dauer zu gering, besteht die Gefahr, dass die Fondsgesellschaft den ETF liquidiert. FaustregelBei einem Fondsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro ist die Wirtschaftlichkeit in den meisten Fällen gegeben.
 
Fondsvolumen

ETFs und Fondsvolumen: Big is beautiful

Erfahren Sie in diesem Artikel, warum das Fondsvolumen so entscheidend ist.
Mehr über Fondsvolumen
Nach ETFs mit einem Fondsvolumen größer 100 Mio. Euro filtern

 

Fondsalter (älter als ein Jahr)

Ist ein Fonds älter als ein Jahr, haben Sie ausreichend Daten zur Verfügung, um den ETF mit Konkurrenzprodukten vergleichen zu können. Ist der ETF schon seit drei oder sogar fünf Jahren auf dem Markt, können Sie ihn noch besser einschätzen.

Nach ETFs mit einem Fondsalter älter als 1 Jahr filtern

 

Laufende Kosten (TER)

Die Gesamtkostenquote (englisch: Total Expense Ratio, kurz TER) spiegelt die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds wider. Diese enthält alle Verwaltungs-, Betriebs- und sonstigen Gebühren wie Depotgebühren des ETFs. Aus diesem Grund ist die Gesamtkostenquote eine wichtige Kennzahl, um die ETF-Kosten zu kalkulieren.

Die Gesamtkostenquote enthält – anders als der Name vermuten lässt – jedoch nicht alle Kosten eines ETFs: So sind Swap-Gebühren synthetischer ETFs, Wertpapierleihe-Erträge und Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von Index-Titeln innerhalb des ETFs anfallen, nicht eingerechnet.

Um die tatsächlichen Gesamtkosten von ETFs zu vergleichen, sollten Sie deshalb auch auf die ETF-Rendite zurückgreifen.

ETFs nach niedrigster Kostenquote (TER) sortieren

 

Tracking-Qualität (Replikationsgüte)

Ein ETF sollte seinen Index möglichst exakt nachbilden. Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es einige Faktoren, die dazu führen können, dass diese exakte Nachbildung nicht immer gelingt. Dazu zählen insbesondere Transaktionskosten, Dividenden-Zuflüsse und steuerliche Aspekte auf Fonds-Ebene, die sich vom Index unterscheiden. Profis haben hierfür Kennzahlen entwickelt: den Tracking Error und die Tracking-Differenz. Für Privatanleger ist am Ende des Tages das Ergebnis entscheidend. Aus diesem Grund sollten Sie die Wertentwicklung von ETFs auf den gleichen Index miteinander vergleichen und auf dieser Basis die Replikationssgüte eines ETFs beurteilen.

 

Wertentwicklung

Die Wertentwicklung ist eines der wichtigsten Vergleichsmerkmale von ETFs. Die Wertentwicklung beinhaltet alle Einflussfaktoren wie Kosten, Steuern, etc. und zeigt die Management-Leistung des Fonds.

Die Wertentwicklung lässt sich in Charts oder Renditezahlen vergleichen. Es empfiehlt sich, die Wertentwicklung von ETFs immer über verschiedene Zeiträume zu vergleichen. Denn von Zeitraum zu Zeitraum kann das Vergleichsergebnis anders ausfallen.

Es gibt jedoch auch einige Fallstricke beim Vergleichen von Renditen, die wir in unserem Artikel Tücken bei der Renditeberechnung von ETFs für Sie zusammengefasst haben.  

In der justETF Suche finden Sie vergleichbare Renditen sowohl für Jahre als auch für laufende Zeiträume. Des Weiteren können Sie mit wenigen Klicks Chartvergleiche anstellen. Wie das geht, erfahren Sie in unserem Video Wertentwicklungen von ETFs vergleichen.

ETFs nach bester 1-Jahres-Wertentwicklung sortieren

 

Börsen-Liquidität

ETFs werden in der Regel über die Börse gekauft und verkauft. Neben den Ordergebühren bezahlen Sie als Anleger auch die An- und Verkaufsspanne abhängig von der Börsen-Liquidität des ETFs.

Liquidität bezeichnet, wie gut ein ETF handelbar ist. Wichtigster Einflussfaktor für die Liquidität eines ETF ist die Liquidität des unterliegenden Index bzw. die von dessen Wertpapieren. Als Faustregel gilt: je liquider die unterliegenden Wertpapiere, desto liquider ein ETF. Mit zunehmendem Fondsvolumen steigt in der Regel auch die Liquidität eines ETFs. Auch die Anzahl der Market Maker, also der Marktteilnehmer auf dem Kapitalmarkt, die verbindliche An- und Verkaufskurse stellen, ist entscheidend für die Handelbarkeit. Da ETFs oft an verschiedenen Börsen gehandelt werden, ist die Vergleichbarkeit von Umsätzen zudem nicht immer ganz einfach. Außerdem kann die Liquidität eines ETFs in schwierigen Marktphasen deutlich von der Normsituation abweichen. Achten Sie bei der Wahl eines ETFs also auf den relativen Spread (Geld-/Briefspanne) sowie die gestellten Volumina im Vergleich zu seinen direkten Wettbewerbern. Lesen Sie hierzu auch unseren Academy-Artikel Wie funktioniert der ETF-Handel?

 

Steuerstatus des ETFs (Teilfreistellung)

Zum 1. Januar 2018 hat sich durch das neue Investmentsteuergesetz die Besteuerung von ETFs grundlegend geändert. Es gibt nun keine „steuereinfachen” und „steuerhässlichen” ETFs mehr – alle ETFs werden gleich besteuert. Worauf sollten Sie also besonderes Augenmerk haben?
 
Sie sollten auf die steuerliche Klassifizierung eines ETFs nach dem Investmentsteuergesetz achten. Diese richtet sich nach dem Aktienanteil im Fonds. Gerade für „Aktienfonds” (mind. 51% Aktienquote) und „Mischfonds” (mind. 25% Aktienquote) werden sogenannte Teilfreistellungen gewährt, die die Steuerlast senken. Das ist ein Zugeständnis, da Quellensteuern auf Anlegerebene nicht länger anrechenbar sind. Ein offensichtlicher Aktienfonds muss kein Aktienfonds nach steuerlicher Definition sein. Die Aktienquote im Fonds wird durch mögliche Wertpapierleihe und andere Faktoren beeinflusst.
 
ETFs und Steuern

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Erfahren Sie, was Sie alles über Steuern bei ETFs wissen müssen.
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Fondsdomizil

Für europäische Anleger sind in erster Linie in Europa aufgelegte, sogenannte UCITS-ETFs relevant. Die größte Anzahl an Fonds stammt aus Irland und Luxemburg, da dort die steuerlichen und rechtlichen Bedingungen für Investmentfonds vorteilhaft sind. Es gibt aber auch ETFs, die in Deutschland oder Frankreich aufgelegt wurden.

Nicht in Europa aufgelegte ETFs, wie zum Beispiel ETFs aus den USA oder Kanada sind aus rechtlichen Gründen bei vielen europäischen Online Brokern nicht handelbar und können steuerliche und rechtliche Nachteile bergen. Erkennbar sind diese ETFs meist daran, dass sich der Zusatz „UCITS” nicht im ETF-Namen befindet und die Wertpapier-Identifikationsnummer (ISIN) beispielsweise mit „US” oder „CA” beginnt.

In der justETF-Suche finden Sie nur in Europa aufgelegte ETFs. Grund hierfür ist, dass für die meisten U.S.-Fonds keine europäische Vertriebszulassung vorliegt und sie somit nicht beworben werden dürfen.

Nach Fondsdomizil Deutschland filtern

 

Ertragsverwendung

Es gibt ausschüttende und thesaurierende ETFs. Bei einem thesaurierenden ETF werden Erträge wie Dividenden oder Zinsen direkt wieder im ETF angelegt. Bei ausschüttenden ETFs erhalten Sie die Ausschüttung aufs Konto und können diese frei verwenden.

Nach ausschüttenden ETFs filtern
Nach thesaurierenden ETFs filtern

 

Replikationsmethode

Die Art der Index-Nachbildung ist eines der wichtigsten subjektiven Auswahlkriterien. Bei der synthetischen Nachbildung erfolgt die Index-Nachbildung über ein Tauschgeschäft (Swap). Bei einer vollständigen Replikation hält der ETF hingegen die gleichen Titel mit der gleichen Gewichtung wie im Index. Jedoch haben Sie nicht immer die Wahl. Manche angebotenen Strategien gibt es nur nach der einen oder anderen Methode.

Ausschließlich nach vollständig replizierten ETFs filtern
Ausschließlich nach physischen ETFs filtern
Ausschließlich nach synthetischen ETFs filtern

 

Fondsanbieter

Sie sollten sich auch mit dem jeweiligen Anbieter des ausgewählten ETF-Produkts wohlfühlen. Dafür sind Verständlichkeit der dargelegten Fakten und Transparenz wichtig. ETFs werden heute von vielen Großbanken und Fonds-Gesellschaften angeboten. Sie sollten sich fragen, ob Sie vom ETF-Anbieter alle wichtigen Informationen auf seiner Homepage bekommen. Werden Factsheets für den Fonds zur Verfügung gestellt und laufend aktualisiert? Sind die Informationen in einer Sprache beschrieben, die Sie verstehen?

Nach ETFs des Fondsanbieters iShares filtern

 

Sparplanfähigkeit

Wenn Sie regelmäßig im Rahmen eines ETF Sparplans in einen ETF investieren wollen, kommen hierfür nur sparplanfähige Produkte infrage. Welche Produkte sparplanfähig sind, entscheidet Ihr Online Broker bzw. Ihre Bank.

In der ETF Suche können Sie die Auswahl auf Sparplan-ETFs Ihrer Direktbank eingrenzen. Darüber hinaus können Sie mit dem Filter „Nur Aktions-Sparpläne“ nach kostenlosen Sparplan-Aktionsangeboten filtern. Auch hier können Sie die ETF-Auswahl auf Ihre Direktbank eingrenzen.

Nach sparplanfähigen ETFs filtern
Nach kostenlosen Sparplan-ETFs filtern

 

Handelskosten

Für den Kauf eines ETFs fallen Ordergebühren an, die sich von Bank zu Bank unterscheiden. Im Rahmen von Aktionsangeboten bieten Online Broker ermäßigte Ordergebühren für den Kauf der ETFs bestimmter Anbieter. Viele Anleger investieren bevorzugt in derartige ETFs, um ihre Handelskosten gering zu halten. Wählen Sie hierzu Ihre Direktbank im Filter „Aktions-ETFs“ aus. Einen Gesamtüberlick aller Aktionen finden Sie in unserem Online Broker Vergleich.

Nach Aktions-ETFs filtern

 

ETF Suche in der Praxis

In unserer ETF Suche können Sie im Detail nach den oben genannten Auswahlkriterien filtern. So finden Sie den besten ETF für Ihre Anlagestrategie – maßgeschneidert auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Präferenzen. Wie die ETF Suche genau funktioniert, erfahren Sie in unserem Video ETFs filtern mit der justETF Suche.
 
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